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Radevormwald: So helfen Mitarbeiter des Jugendamtes in der Krise

Corona-Pandemie in Radevormwald : Wie Familien richtig durch die Krise steuern

Mitarbeiter des Jugendamtes sind auch während der Krise für Jugendliche und Eltern da. Hilfen gibt es online und über Hotlines.

Die Mitarbeiter im Jugendtreff „Life“ auf der Brede informieren auf ihrer Internetseite über Möglichkeiten und Ideen, wie man sich in der Corona-Krise gesund ernährt und geben Tipps zur Beschäftigung in den eigenen vier Wänden. Isabelle Skora wird seit kurzer Zeit von Lisa Fricke im Projekt „Gesundes Aufwachsen“ unterstützt. Gemeinsam haben sie das Konzept zur Online-Hilfe in der aktuellen Krise entwickelt. Das neue digitale Angebot werden sie regelmäßig aktualisieren.

„Wir wollen Hintergrundinformationen über Ernährung und Sport liefern. Außerdem bündeln wir die guten Links, die zu hilfreichen Seiten im Internet führen“, sagt Isabelle Skora. Auch das Thema Stress ist für Jugendliche und Familien sehr aktuell. „Die Corona-Krise wirkt sich auf die Familiendynamik aus. Wir geben online Ratschläge zur Stressbewältigung“, sagt Lisa Fricke. Die 30-Jährige arbeitet mit einer halben Stelle im Jugendtreff „Life“ und studiert Psychologie.

Das „Life“ bietet aber nicht nur Hilfen auf der Homepage an, sondern organisiert gemeinsam mit Jugendlichen Unterstützungsdienste für ältere und gefährdete Menschen. Über eine eigene Hotline ist das Team auf der Brede von Montag bis Freitag erreichbar.

Peter Horn freut sich über viele neue Angebote im Jugendamt. Foto: Stefan Gilsbach

Nicht nur der Jugendtreff der Wupperorte hat schnell auf die Corona-Krise reagiert, sondern das gesamte Jugendamt. Amtsleiter Peter Horn möchte zusammen mit seinen Mitarbeitern Dienstleister für die Familien aus Radevormwald sein. „Die Umsetzung vieler neuer Maßnahmen ist für uns der Anfang eines Imagewandels. Wir wollen in Zukunft, auch nach der Corona-Krise, noch mehr Hilfe für Familien anbieten“, sagt er.

Neben den Dienstleistungen des Jugendtreffs „Life“, hat die Stadt auch eine zentrale Hotline für eine Elternberatung eingerichtet. „Durch die aktuelle Situation ist die Tagesstruktur der meisten Familien weg und es fängt an zu brodeln. Über unsere Hotline beraten wir Eltern, die sich überfordert fühlen und helfen ihnen dabei neue Grenzen zu setzen und eine neue Tagesstruktur zu schaffen“, sagt Horn. Dieses telefonische Angebot läuft seit vergangener Woche Mittwoch und wurde seitdem schon von mehr als zehn Familien in Anspruch genommen.

Wichtiger Bestandteil des Maßnahmenpakets, das unter dem Motto „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt“ läuft, ist eine neue Facebookseite. Auf dieser Seite stellt das Jugendamt Tipps und Adressen vor, die für Familien hilfreich sind. „Im Internet gibt es tolle Seiten mit wertvollen Informationen. Wir wollen diese Angebote vorsortieren und gebündelt vorstellen“, sagt Horn. Gewünscht ist auch eine aktive Beteiligung von Rader Familien. „Wer eine schöne Idee hat, um Kinder zuhause zu beschäftigen oder zum Lernen anzuregen, kann sich an uns wenden, und wir teilen diese Idee dann auf Facebook.“ Die Mitarbeiter der Jugendräume in der Stadt helfen Jugendlichen, über Skype Bewerbungen zu schreiben, die sie für einen Ausbildungsplatz brauchen. Thomas Thoene, Mitarbeiter des Jugendamtes und Leiter der Jugendräume, ist weiter für die jungen Erwachsenen erreichbar. Horn hofft, dass ein weiteres Hilfsangebot der Verwaltung schnell auf den Weg gebracht wird. „Wir sind gerade dabei, eine zentrale Vermittlungshotline einzurichten, die an die richtigen Stellen verbindet und verweist. Die Planungen dazu laufen“, sagt er.