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Radevormwald: Schuppen brennt in der Ortschaft Beck nieder

Feuerwehr Radevormwald : Schuppen in der Ortschaft Beck brennt nieder

In den frühen Morgenstunden des Montags geriet ein Schuppen in Brand. Die Feuerwehr verhinderte, dass Flammen auf andere Gebäude übergriffen. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.

Wie wichtig es ist, einen aufmerksamen Nachbarn zu haben, das hat Familie Freyling in der Nacht auf Montag erlebt. Ihr Hof steht in der Ortschaft Beck im Nordosten von Radevormwald, nicht weit entfernt von der Ennepe-Talsperre. „Gegen 3.22 Uhr bekam ich einen Anruf von unserem Nachbarn“, berichtet Martin Freyling. „Er sagte: Bei euch brennt was, ist das normal?“

Kurz darauf verständigte die Familie die Feuerwehr, die mit etwa 70 Einsatzkräften anrückte. Wie sich herausstellt, war ein Schuppen in Brand geraten, in dem Brennholz gelagert wird.

Die ersten zwei Stunden des Einsatzes waren für die Bewohner des Hofes nervenaufreibend, denn es ging nun darum, zu verhindern, dass das Feuer auf angrenzende Gebäude übergriff. Die Feuerwehr konnte dies jedoch verhindern, obwohl es bei dem Einsatz zunächst Schwierigkeiten zu überwinden gab, die sich aus dem abgelegenen Standort des Gehöftes ergaben. Um den Brand zu löschen, musste eine Löschwasserversorgung über eine Länge von 650 Metern gelegt werden, dabei wurden ein Löschteich mit 50 Kubikmetern sowie eine Löschwasser-Zisterne mit 30 Kubikmetern genutzt. Auf diese Weise gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen abzuwenden.

Am Vormittag hatte die Feuerwehr mitgeteilt, man werde voraussichtlich noch bis Mittag vor Ort bleiben und die letzten Glutnester löschen. Wie Martin Freyling berichtet, verließen die letzten Einsatzkräfte den Hof gegen 11.30 Uhr.

Warum es zu dem Feuer gekommen ist, dazu gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. „Im Laufe des Tages soll ein Brandgutachter kommen und sich ein Bild machen“, erklärt der Hofeigentümer. Zum Glück habe das abgebrannte Gebäude, gebaut aus Holz und mit einem Blechdach versehen, keine allzu große wirtschaftliche Bedeutung gehabt. Martin Freyling ist vor allem froh, dass niemand verletzt wurde, weder Mensch noch Tier. Dem Nachbarn, der die Familie gewarnt habe, sei er zu Dank verpflichtet.

Volker Ebbinghaus, Löschzugführer der Einheit III, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung, die Löschteiche im Falle eines abgelegenen Gehöftes haben können. Zwar seien heute die meisten Außenortschaften an das städtische Wassernetz angeschlossen und es gebe weniger Löschteiche als früher, doch in diesem Fall seien das Wasser-Reservoir in Siepen und die auf dem Hof befindliche Löschwasserentnahmestelle wesentlich gewesen. Weil die vergangenen Monate aber recht trocken gewesen seien, sagt Ebbinghaus, sei zur Unterstützung noch der nahe Bach gestaut worden. Per Saugpumpe konnte auf diese Weise weiteres Löschwasser zur Einsatzstelle transportiert werden.