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Radevormwald: Schulterschluss im Familienzentrum geht weiter

Soziale Arbeit in den Wupperorten erfolgreich rezertifiziert : Schulterschluss im Familienzentrum

Die Kita Wupper, die Grundschule auf der Brede und der Kinder- und Jugendtreff „Life“ bilden das Familienzentrum NRW. Die Rezertifizierung war nun erfolgreich.

Seit 2008 gibt es auf der Brede das zertifizierte Familienzentrum NRW, das sich aus der Städtischen Kita Wupper, der Grundschule auf der Brede und dem Kinder- und Jugendtreff „Life“ zusammensetzt. Alle vier Jahre wird das Familienzentrum in einer einjährigen Prüfung der Angebote rezertifiziert. Für die nächsten vier Jahre ist das Familienzentrum NRW an der Wupper gesichert, denn die Prüfung war erfolgreich. Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes ermöglicht das Familienzentrum mit einer Förderung von 20.000 Euro pro Jahr. Tatjana Gelwig-Götz, Leiterin der Kita Wupper, ist für die Koordination der Projekte des Familienzentrums zuständig, die unter dem Motto „Kurze Wege für die Brede“ umgesetzt werden.

„Wir schaffen mit dem Familienzentrum NRW Angebote, die sich an Kinder und ihre Eltern richten und sie unterstützen. Hier auf der Brede sind das unter anderem Beratungsangebote, die sehr gut angenommen werden“, sagt Tatjana Gelwig-Götz. Die psychologische Beratungsstelle „Herbstmühle“ aus Wipperfürth ist einmal im Monat vor Ort und verbucht viel Zulauf. „Der Bedarf ist groß. Die meisten Familien, die das Angebot nutzen, kennen wir aus unserer Arbeit in der Kita.“

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Zu den Angeboten im Zuge des Familienzentrums NRW gehört außerdem die Frühförderung, die von einer Heilpädagogin angeboten wird sowie die Familienbildung und Krabbelgruppen. „Die Nachfrage für die Krabbelgruppe ist groß. Das Angebot findet im Bürgerzentrum statt“, sagt Tatjana Gelwig-Götz. Sie lobt das Zentrum, das sich am Siedlungsweg etabliert hat und ein Treffpunkt für zahlreiche Gruppen geworden ist. Veranstaltungen, bei denen Eltern mit Experten ins Gespräch kommen können, sind ebenfalls Initiativen des Familienzentrums.

Dass die Kita im engen Kontakt mit dem Grundschulstandort auf der Brede des Grundschulverbundes Bergerhof-Wupper steht, wirkt sich positiv auf die Familien der Außenortschaften aus. „Wir stehen in einem engen Austausch und können schnell auf Förderbedarfe reagieren“, sagt Schulleiterin Tanja Heynen. Dass Kita, Grundschule und „Life“ zentral an einem Punkt liegen und die verschiedenen Räume mit einem Außengelände verbunden sind, fördert den Schulterschluss. „Deswegen ist es so wichtig, dass unser Schulgelände offen ist. Schüler können dann zum Beispiel nach der Schule über den Schulhof ins Life gehen“, sagt Tanja Heynen. „Wir können Brüche in einer Biografie verhindern, weil wir eng zusammenarbeiten und im Austausch sind. Bedarfe können so besser und früher erkannt werden“, sagt Jochen Pries. Der Leiter des Kinder- und Jugendtreffs „Life“ lobt die Arbeit des Familienzentrums NRW und findet die interne Kommunikation genauso wichtig, wie die Kommunikation nach außen. „Wir sorgen mit Flyern, Plakaten und direkter Ansprache dafür, dass die Familien die zahlreichen Angebote kennen und nutzen“, sagt er.

Jugendamtsleiter Jörn Ferner und Schulamtsleiter Jürgen Funke unterstützen die Zusammenarbeit der drei Einrichtungen. „Diese Zusammenarbeit ist absolut zielführend“, sagt Jörn Ferner. Bürgermeister Johannes Mans betont, dass die Arbeit des Familienzentrums NRW die Familien im Quartier nachhaltig stärkt. „In dem Prüfjahr für die Rezertifizierung hat die Kita Wupper nicht nur die Projekte vorgestellt, sondern auch ihren Mehrwert bewiesen. Die Angebote des Familienzentrums NRW können mit prüfbaren Parametern auf ihren Erfolg kontrolliert werden. Umso wichtiger ist es, dass die Rezertifizierung erfolgreich war“, sagt der Bürgermeister.

In der Städtischen Kita Wupper werden 57 Kinder betreut, die Grundschule auf der Brede hat 164 Schüler – und der Kinder- und Jugendtreff „Life“ erreicht an stark frequentierten Tagen 80 Mädchen und Jungen. Die Angebote des Familienzentrums können aber auch von Kindern und Familien in Anspruch genommen werden, die nicht in die Kita Wupper oder die Grundschule gehen.