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Radevormwald: Schulluft schnuppern in der KGS Lindenbaum

Tage der offenen Tür an der KGS Lindenbaum in Radevormwald : Eltern und Kinder schnuppern Schulluft

Der Tag der offenen Tür findet in der KGS Lindenbaum in dieser Woche an mehreren Tagen statt. Kinder und Eltern können die Schule kennenlernen.

Im November starten die Anmeldungen in der Katholischen Grundschule (KGS) Lindenbaum. In den nächsten Wochen werden sich zahlreiche Eltern gemeinsam mit ihren Kindern für eine Grundschule entscheiden und sich dafür mit den Angeboten und pädagogischen Konzepten befassen. Für das Kennenlernen einer Schule ist ein Tag der offenen Tür wichtig. 2020 musste diese Veranstaltung in der KGS wegen der Corona-Pandemie ausfallen. In dieser Woche findet der Tag der offenen Tür wieder statt, wenn auch im Rahmen einiger neuer Regeln.

„Wir haben den Tag auf mehrere Tage verteilt. Die Familien mussten sich vorher anmelden und müssen, sowohl Kinder als auch Eltern, einen 3G-Nachweis mitbringen“, sagt Anja Ahlemann, Klassenlehrerin der 3a, die auch als die „Erdmännchen-Klasse“ bekannt ist. Obwohl Kinder normalerweise von der Testpflicht ausgenommen sind, hat sich die Grundschule für eine durchgehende 3G-Pflicht im Zuge der geöffneten Schulwoche entschieden. „Wir wollen unsere Schüler und alle Besucher schützen und keinen Infektionsausbruch riskieren“, sagt sie.

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Die Resonanz auf die Tage, an denen die Vorschulkinder mit in den Unterricht gehen dürfen und die Eltern das Schulgebäude, das Kollegium und die pädagogischen Angebote kennenlernen können, ist gut. 30 Familien haben sich angekündigt. Vor der Pandemie war die Resonanz größer. „Mit der Anmeldung und dem 3G-Nachweis kommen Hürden hinzu, außerdem sind manche Familien generell noch sehr zurückhaltend. Früher war unsere Schule zum Tag der offenen Tür voll“, sagt Anja Ahlemann. 2020 gab es vermehrt Anrufe in der Schule, weil der Tag der offenen Tür ausgefallen ist. Fragen, die normalerweise persönlich geklärt werden, wurden telefonisch besprochen.

Eltern interessieren sich vor der Schulanmeldung auch für die räumliche Situation einer Grundschule. Und für die wird an der KGS seit Jahren eine Lösung gesucht. Jetzt ist entschieden, dass ein neues Bildungshaus entstehen soll, das auch den Umzug der KGS Lindenbaum in ein neues Gebäude absehbar macht. Das alte Schulgebäude an der Kaiserstraße hat zwar viel Charme, aber zu wenig Platz. Besonders die wachsende Nachfrage nach OGS-Plätzen spitzt die Lage zu. Die meisten Betreuungsangebote finden im Neubau auf dem Schulhof statt, Hausaufgaben machen die Schüler teils in ihren Klassenräumen und in den Containern, die seit einigen Jahren neben der Schule stehen.

Die räumliche Struktur beschäftigt auch die Familien. „Das Thema wird in der Öffentlichkeit diskutiert und deswegen auch von den Eltern. Uns ist es wichtig, dass wir in die Planung des Neubaus einbezogen werden und die Schüler daran beteiligen. Das ist uns vor mehr als zehn Jahren bei der Neugestaltung des Schulhofs sehr gut gelungen“, sagt Anja Ahlemann. Sie sieht den Neubau als Chance. Nicht nur für den Zeitpunkt des Umzugs, sondern ebenso als Projekt, das Schüler kreativ einbindet. Für die Klassen der Grundschule bietet das Hauptgebäude genug Platz. „Jede Klasse hat ein eigenes Zuhause“, sagt die Lehrerin.

Die letzten Besucher wird die KGS am Freitag begrüßen. In den vergangenen Jahren ist die Schule meist mit zwei neuen ersten Klassen gestartet.