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Radevormwald: Schüler wünschen sich Halteverbot für Elterntaxis

Gespräch mit Bürgermeister Johannes Mans in Radevormwald : Schüler plädieren für eine Halteverbotszone

Eine ganze Reihe von Themen hatten sie auf ihrer Agenda, die Schülervertreter der Sekundarschule Radevormwald und des Theodor-Heuss-Gymnasiums bei ihrem Gespräch mit Bürgermeister Johannes Mans. Das Problem der „Elterntaxis“ an der Hermannstraße war ein wichtiges Thema.

Bürgermeister Johannes Mans war am Dienstag auf Einladung der beiden SVs in die Mensa des Schulzentrums gekommen, begleitet von Britta Knorz vom Schulamt und Wolfgang Scholl, dem Leiter der Stabsstelle. Mans dankte für die Einladung und erklärte, es sei für ihn eine Selbstverständlichkeit, für Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern bereit zu sein. „Auch wenn es schwierig sein sollte, konkrete Zusagen zu bestimmten Themen zu geben.“

Ein Thema, das seit Jahren die Gemüter erhitzt, sprach Schüler Yannik Schrankel an: die Probleme mit den zahlreichen „Elterntaxis“, die morgens und mittags in der engen Zufahrt zur Schule für Gedränge und heikle Situationen sorgen. Am Engpass der Hermannstraße in Höhe des Curt-von-Knobelsdorff-Hauses komme es besonders oft zu Staus. Vor einigen Jahren hatten Schüler der weiterführenden Schulen mit einer Demo auf die Problematik aufmerksam gemacht, doch mit geringer Wirkung. Nun haben die Jugendlichen erneut eine Petition gestartet. Ihr Vorschlag: Ein komplettes Halteverbot vor den Schulen beziehungsweise eine Auflösung der genannten Engstelle.

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„Die Appelle an die Eltern haben leider nichts gefruchtet“, räumte Johannes Mans ein. Die Verwaltung habe das Thema auf dem Schirm. Überlegungen, wie man die Situation entschärfen könne, seien in der Vergangenheit mehrfach in der Politik diskutiert worden, etwa die Einführung einer Einbahnstraßenregelung. „Das könnte das Problem aber noch verschärfen, weil dann unter Umständen schneller gefahren wird“, befürchtet Mans.

Wolfgang Scholl erklärte, bereits in den 1970er Jahren habe es solche Beschwerden gegeben. Immerhin: Laut der Polizei sei die Hermannstraße kein Unfallschwerpunkt, denn die Enge sorge auch dafür, dass langsam mit den Autos manövriert werden. Scholl verwies auch auf den Parkplatz an der Mühlenstraße, an dem Eltern ihre Kinder aussteigen lassen und so die Hermannstraße entlasten könnten. Bürgermeister Mans erklärte, das Thema solle noch einmal in den politischen Gremien aufgegriffen werden.

Während des Treffens in der Mensa blieb ein Fenster geöffnet und die niedrigen Temperaturen ließen keinen Zweifel daran, dass die Schülerinnen und Schüler bei den geltenden Corona-Regeln oft frieren müssen. Allerdings erklärte die 15-jährige Sophie von der Schülervertretung der Sekundarschule, dass es nicht nur wegen des Lüftens in den Räumen des Schulzentrums oft frostig ist. „Die Heizungsanlage bei uns im Gebäude ist oft nicht an“, sagte sie. Selber regulieren könnten die Schüler die Heizkörper nicht. Generell hätten die Jugendlichen den Eindruck, dass es im Gebäude der ehemaligen Realschule noch einige „Altlasten“ gebe. Die Sekundarschule hat mit dem Auslaufen der Realschule auch diesen Trakt des Schulzentrums übernommen.

Der Bürgermeister war überrascht: „Ich weiß nicht, wer auf die Idee kommt, die Heizungen runterzudrehen.“ Die Verwaltung werde hier auf jeden Fall nachhaken. Britta Knorz erinnerte daran, dass es schon einmal Beschwerden über die Temperaturen gegeben hatte, damals waren die Heizungen allerdings zu hoch eingestellt gewesen.

Über die weiteren Themen, die im Rahmen des Gesprächs zwischen Verwaltung und Schülern behandelt wurden, wird unsere Zeitung gesondert berichten.