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Radevormwald: Sankt Martin hat noch eine kleine Chance

Brauchtum in Radevormwald : Sankt Martin hat noch eine Chance

Schulen und Kitas dürfen nach den aktuell geltenden Bestimmungen im kleinen Rahmen feiern – zumindest theoretisch. Denn es muss abgewogen werden, ob der Aufwand der Hygienemaßnahmen sich lohnt.

Die beiden großen Veranstaltungen zu Sankt Martin im November werden ausfallen – das ist sicher. Weder der Zug in den Wupperorten noch der Markt in der Innenstadt mit dem Martinspiel werden stattfinden, denn unter den Bedingungen der aktuellen Corona-Pandemie kann für beide Anlässe kein Hygienekonzept erstellt werden, dass nach realistischer Einschätzung funktionieren könne.

Doch wie steht es mit Schulen und Kindergärten? Kann wenigstens dort im kleinen Rahmen ein wenig Martinsstimmung mit Laternen und Weckmann aufkommen oder verbieten dies die neuen Verordnungen ebenfalls?

Nach dem aktuellen Stand der Dinge – der sich bekanntlich rasch ändern kann – sind solche Martins-Veranstaltungen in einem kleinen Rahmen durchaus möglich, erklärt Christoph Grimlowski, Mitarbeiter des Ordnungsamtes. „Es wäre nicht untersagt“, erklärt er. Allerdings werden nach seinem Wissenstand die Schulen auf Umzüge verzichten, es werde aber überlegt, das Martinsfest auf alternative Weise zu begehen. Immer vorausgesetzt, die Hygieneregeln können eingehalten werden.

Jürgen Funke, der Leiter des Radevormwalder Schulamtes, erklärt: „Es ist letztlich eine schulische Veranstaltung, und die Schulleitung muss entscheiden, ob eine Feier stattfindet oder nicht. Natürlich muss dabei immer die Frage gestellt werden: Ist das Ganze angesichts der Hygienevorschriften umsetzbar?“

Nach den Herbstferien, so Jürgen Funke, werde man das Gespräch mit den Einrichtungen suchen und über die Pläne für Sankt-Martins-Feiern sprechen. Freilich könne niemand wissen, was bis dahin noch passiere: „Wir müssen das Infektionsgeschehen abwarten.“