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Radevormwald: Runder Tisch positioniert sich gegen die AfD

Politik in Radevormwald : Runder Tisch positioniert sich gegen die AfD

Zu einer Sitzung im Bürgerhaus kamen Vertreter mehrerer Parteien und Verbände zusammen. Unter anderem sollen Flyer und Plakate erstellt werden.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) möchte auch in Radevormwald in den Stadtrat einziehen. Aus diesem Grund hatte der Verein „Runder Tisch gegen Rechts“ am Mittwochabend zu einer Sitzung in den Mehrzweckraum des Bürgerhauses eingeladen.

Frank Marx, der Vorsitzende des Runden Tisches, erklärte: „Mit Udo Schäfer, dem Spitzenkandidaten der AfD, der für die protofaschistische Gruppierung ‚pro Deutschland’ im Stadtrat sitzt, sind Faschisten offen und in hoher Funktion in dieser Partei.“ Marx betonte, dass man die Rechtspopulisten am besten gemeinsam bekämpfen könne.

Rund 15 Interessierte waren gekommen – Vertreter von CDU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, Linkes Forum, Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) sowie Vertreter der Initiative „Unser Oberberg ist bunt“, um sich zum einen die Ideen und Überlegungen des Runden Tisches anzuhören und zum anderen darüber zu diskutieren.

Die Mitglieder des Runden Tisches hatten sich drei Punkte überlegt: „Wir wollen Flyer gestalten und verteilen, in denen über die AfD aufgeklärt wird. Es gibt einen Textentwurf, aber noch keinen Gestaltungsentwurf“, sagte Fritz Ullmann, Schriftführer beim Runden Tisch. Diese Flyer sollten zu verschiedenen Gelegenheiten verteilt werden, etwa zu Wahlkampfaktionen in der Stadt. Der zweite Punkt betraf eine Plakataktion mit einem neutralen Wahlaufruf für alle demokratischen Parteien. Das Plakat soll baldmöglichst an 15 Positionen im Stadtzentrum aufgehängt werden solle.

Als dritten Punkt ging es um eine Resolution, die in der Idealvorstellung des Runden Tisches von den Rader Parteien besprochen und entschieden werden solle. Die Resolution solle aus vier Textbausteinen bestehen, wie Ullmann erklärte. „Der erste Baustein soll ein demokratisches Bekenntnis gegen den Faschismus sein, der zweite die Einordnung der AfD als faschistisch, der dritte die Ablehnung jeder Zusammenarbeit mit der AfD und als vierten Baustein soll ein demokratischer Wahlaufruf stehen.“

Marx sagte dazu: „Es wäre ein für Radevormwald mehr als positives Zeichen, wenn alle demokratischen Parteien diese Resolution unterzeichnen würden. Wir müssen uns endlich darauf besinnen, was wir gemeinsam haben und nicht darauf, worin wir unterschiedlicher Meinung sind.“

Als direkte Rückmeldung kam grundsätzlich Zustimmung zur Auseinandersetzung innerhalb der Parteien mit der Resolution, wobei auch klar wurde, dass an einigen Stellen noch inhaltliche Nachbesserungen geben müsse.

Zum Ende hin wurde allerdings die Diskussion ein wenig hitzig, als es um parteipolitische Grundsätze ging und das eigentliche Thema aus dem Blickfeld geriet. Daher betonte Marx noch einmal seinen Wunsch nach dem Finden von Gemeinsamkeiten.