„Runder Tisch“ in Radevormwald Bunte Aufkleber gegen Rechts

RAdevormwald · Der „Runde Tisch gegen Rechts“ aus Radevormwald geht nach dem Neustart wieder in die Öffentlichkeit. Man müsse den Rechten klar machen, dass sie in Rade nicht erwünscht seien.

Marc Puley und Fritz Uhlmann vom „Runden Tisch gegen Rechts“ zeigen die neuen Aufkleber.

Marc Puley und Fritz Uhlmann vom „Runden Tisch gegen Rechts“ zeigen die neuen Aufkleber.

Foto: Jürgen Moll

Die Aufkleber sind so bunt wie der Winterhimmel am Samstagvormittag grau war. Auf dem Markt hatte sich bei sehr kalten Temperaturen der „Runde Tisch gegen Rechts“ mit einem Informationsstand im Herzen der Stadt aufgestellt. „Es ist die erste öffentliche Veranstaltung seit dem Neustart. Wir informieren – und verteilen Aufkleber, auf denen mit vielen bunten Regenbogenfarben deutlich gemacht werden soll, dass in Radevormwald kein Platz für Faschismus und Rassismus ist“, sagte Fritz Ullmann, einer der Vorsitzenden des Runden Tisches. Der Hintergrund der Aktion sei, dass man aktiv werden müsse. Man müsse den Rechten klar machen, dass sie in Rade nicht erwünscht seien.

Es wird deutlich, dass der „Runde Tisch gegen Rechts“ wieder an Fahrt aufnehmen will. „Wir haben auch schon einige recht gute Gespräche geführt, mehrere Dutzend Aufkleber sind schon weg. Die Menschen in Radevormwald begrüßen unsere Aktivität zum größten Teil“, sagte Ullmann. Die Aufkleber sollten durchaus als Gegenpol zu den „raumgreifenden Aktionen rechter Gruppierungen“ gesehen werden. „Seien es nun die Identitäre Bewegung oder die rechtsextreme Kleinstpartei Der III. Weg – beide nutzen ebenfalls Aufkleber, um sich zu präsentieren“, sagte Ullmann.

Der „Runde Tisch gegen Rechts“ plane in diesem Jahr noch eine öffentliche Veranstaltung, ebenfalls die erste nach der längeren Pause. Darin solle es etwa darum gehen, inwieweit die Umbenennung der Carl-Diem-Straße und der Ritter-von-Halt-Straße – beide Namensgeber waren in der NS-Zeit als Sportfunktionäre tätig – möglich werden könne. „Geplant ist das Treffen am Mittwoch, 30. November, um 18.30 Uhr, voraussichtlich im Mehrzweckraum im Bürgerhaus – der Ort ist aber noch nicht bestätigt“, erklärte Ullmann.

Klar wurde, dass bei allen Kontroversen rund um den „Runden Tisch gegen Rechts“ in der Vergangenheit, eine solche Institution als öffentliches, bürgerschaftliches Gegengewicht wichtig ist.

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