Radevormwald: RKG-Garde organisiert sich komplett neu

Jecke Zick : RKG-Garde organisiert sich komplett neu

Die Garden der Ersten Großen Radevormwalder Karnevalsgesellschaft wurden neu aufgestellt. Ab sofort gibt es neue Tänze, Kostüme, Trainer und ein offizielles Regelwerk. Ergebnis: Die Stimmung hat sich bereits deutlich gewandelt.

Nach dem Ende der Session musste sich die Garde der Ersten Großen Radevormwalder Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß (RKG) neu aufstellen, weil es einen unerwarteten Trainerwechsel gab. In den vergangenen Monaten haben Isabell Houben, Pressesprecherin der RKG, und Britta Busch, Vorstandsmitglied, einen neuen Rahmen für die Tänzer der Garde geschaffen, der den Tanz und das Training in den Fokus rückt.

„Die neue Ausrichtung war nötig, damit wir neuen Nachwuchs gewinnen und auch als Sport ernst genommen werden“, sagt Isabell Houben. Zu der Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft gehören im Moment vier Minis und achte kleine Tänzerinnen, zu der großen Garde gehören 14 Tänzer. Eine mittlere Garde gibt es aktuell zwar nicht, aber das soll sich in Zukunft ändern. „Wir sind dabei, die mittlere Garde auf den Weg zu bringen und wollen diese Lücke schließen“, sagt Britta Busch, die selber Mutter einer Tänzerin ist und sich deswegen auch für die Weiterentwicklung der Tanzabteilung gekümmert hat.

Die Leitung der Garde wird nicht länger von Alexander Reiß übernommen, sondern von fünf engagierten Karnevalisten. Die erste Vorsitzende Anja Ernst hat Nicole Kersting als ihre Stellvertreterin an ihrer Seite. Außerdem gibt es mit Isabell Houben und Pascal Prahl zwei Besitzer und mit Diana Gesenberg eine Elternsprecherin. Die erste neue Trainerin des Teams ist Aileen Esser, die ihren Trainer C-Schein erworben hat und die kleinen Tänzer der Garde übernimmt. Für die große Garde konnte Britta Busch einen neuen Trainer gewinnen, der viel Erfahrungen im Garden- und Showtanz hat. Die bisherige Trainerin der Garde, Mareike Reiß hat sich unangekündigt zurückgezogen. „Wir mussten schnell agieren“, sagt Britta Busch. Zu der Neuausrichtung der RKG-Garde gehören außerdem neue Sommerkostüme für alle Tänzer sowie neue Möglichkeiten für Auftritte. „Wir haben uns vernetzt und jetzt neue Programmpunkte in unserem Kalender, auf die wir sehr stolz sind“, sagt Britta Busch.

Die Rader Tänzer werden in diesem Jahr unter anderem auf den Veranstaltungen „Barmen Live“ in Wuppertal, dem „Halveraner Herbst“ oder den Hahnenberger Festtagen auftreten. Für den Oktoberfestbereich wird die große Garde nicht nur einen neuen Tanz, sondern auch passende Kostüme undDirndl bekommen. Zusätzlich wurde unter der neuen Leitung der Bereich der privaten Feiern ausgebaut. „Wir treten auf Geburtstagen auf, und bisher ist die Resonanz sehr gut.“

Wichtig ist Britta Busch, dass die Garde auch außerhalb der Session auftritt und für ihre tänzerische und akrobatische Qualität bekannt wird. Die Gardentänze sind ausschließlich auf die Zeit vom 11. November bis zum Aschermittwoch begrenzt. „In der Zwischenzeit treten unsere Tänzer mit ihren Showtänzen auf. Zu den bestehenden werden in diesem Jahr sicherlich neue hinzukommen“, sagt sie. Den Rahmen für die Neuausrichtung bildet ein offizielles Regelwerk, das die Tänzer und Eltern der Garde auf die Trainingszeiten, die Verhaltensregeln und die Ziele der RKG-Garde aufmerksam macht. Es soll Struktur und Orientierung bieten. „Das war schon lange überfällig. und wir erhoffen uns von den Neuerungen, dass wir erfolgreicher denn je werden und neue Tänzer für unsere Garden gewinnen können“, sagt Isabell Houben.

Sie hat bereits auch einen Stimmungsumschwung bei den Tänzerinnen der Garde bemerkt, die sich auf den Neuanfang freuen. „Wir freuen uns alle auf die neuen Kostüme, die neuen Choreografien und die neuen Auftrittsorte, die wir noch nicht kennen. Das wird ein spannendes Jahr“, sagt sie.

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