Radevormwald: Richtig laut im Wülfingmuseum

Nacht der Museen in Radevormwald : Richtig laut im Wülfingmuseum

Die Dampfmaschine war beliebter Anziehungspunkt, ebenso die alte Weberei. Die Besucher waren zufrieden.

Das Monstrum präsentierte sich am Samstagabend in voller Lautstärke. Eingerahmt von vielen Gästen rumpelte, zischte und klopfte sie, die alte Dampfmaschine im Wülfingmuseum. Gerd Neumann hatte sie „angeschmissen“, das Glanzstück in historischem Gemäuer. Später stand er als Museumsführer den Besuchern für Fragen zur Verfügung, was besonders gerne an Technik interessierte Herren nutzten.

Auch Norbert Benner erreichten viele Fragen in der alten Weberei. Geduldig gab er Auskunft über die Wege des Fadens, die Dichtigkeit des Stoffes sowie den gesamten Webstuhl. „Es freut mich, dass so viele Leute alles ganz genau über die Webstühle wissen möchten“, sagte Benner. Der gesamte Weg, von der Wolle des Schafes bis hin zum fertigen Anzugstoff, wurde am Samstagabend im Wülfingmuseum einmal beleuchtet. Trotz nur spärlicher Beleuchtung, denn unzählige Teelichter sorgten für eine heimelige Atmosphäre. Dafür hatte das gesamte Museumsteam mit Karola Johnen an der Spitze gesorgt.

„Die Gäste sollen sich hier wohl fühlen und das Museum einmal ganz anders erleben“, sagte Karola Johnen, Vorsitzende des Vereins Wülfingmuseum. Mit dem Zuspruch gleich zu Beginn der Museumsnacht zeigte sie sich sehr zufrieden. „Wir konnten bisher beobachten, dass bei uns gerne die nächtliche Rundreise durch die Museen gestartet wird“, erzählte sie. Die Lage des Wülfingmuseums sei vermutlich dafür verantwortlich.

Den Einstieg in die nächtliche Runde hatten auch Sabine und Frank Lemmer und Dagmar Stöcker aus Wuppertal im Wülfingmuseum gemacht. „Wir waren noch nie hier und sind jetzt sehr gespannt, was uns heute abend alles erwartet“, sagte Sabine Lemmer. Ihr Interesse galt vorwiegend der Weberei, ihrem Ehemann gefiel die Dampfmaschine besonders. „Das alles einmal hautnah erleben zu können, war sehr beeindruckend“, war sich das Trio nach dem Rundgang einig.

Eva-Maria und Clemens Märtis waren extra aus Wülfrath gekommen und zeigten sich ebenfalls begeistert vom Wülfingmuseum. „Wir erleben hier alte Technik entspannt in aller Ruhe und können uns jetzt auch noch auf weitere Museumsbesuche freuen. Eine tolle Idee“, meinte das Paar und ließ sich den Flammkuchen und den Wein dazu schmecken.

(sig)
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