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Radevormwald: Restrukturierung bringt Geldinstitut auf Kurs

Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen : Restrukturierung bringt Geldinstitut auf Kurs

Das Vorstandsduo der Sparkasse, Dorothea Stabolewski und Alexander Still, blickt auf ein erfolgreiches 2019 und ist sehr optimistisch.

So früh im Jahr hat sich die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen noch nie zur wirtschaftlichen Entwicklung geäußert. Doch für 2019 ist die Botschaft an Mitarbeiter und Kunden besonders erfreulich, so dass das Vorstandsduo Dorothea Stabolewski und Alexander Still mit Pressesprecher Michael Scholz und dem Verwaltungsratsvorsitzenden und Bürgermeister Johannes Mans schon jetzt zum Jahresgespräch bat.

„Das Haus hat sich nach einem Restrukturierungsprozess richtig gut entwickelt“, verkündete eine sichtlich zufriedene Dorothea Stabolewski. Dabei habe sich die Sparkasse über Jahre in einer sehr schwierigen Ausgangslage befunden, sagt Mans. Er sei froh, dass das Geldinstitut wieder so erfolgreich agiere. Die Sparkasse werde von der Bevölkerung auf allen Ebenen getragen. Das sei auch dem geschlossen und sehr effektiv auftretenden Vorstand zu verdanken.

Der erkennt für 2020 aber auch Baustellen, wie die sinkenden Zinserträge. „Hier müssen wir den Kunden adäquate Lösungspakete anbieten, denn eine reine Kreditberatung reicht nicht mehr“, sagt Stabolewski. Es gelte, renditeträchtige Geschäfte zu finden, um so später auch Altersarmut zu verhindern. Das Gespräch mit dem Kunden sei ihr wichtig. Deshalb investierte die Sparkasse 2019 so viel in die Fortbildung der Mitarbeiter wie in den vergangenen drei Jahren zusammen, berichtet Still.

Der neue Sparkassenautomat auf dem Gelände des Edeka-Marktes an der Elberfelder Straße in Bergerhof wird bestens angenommen. Foto: Joachim Rüttgen

Bei der Beratung über Lösungspakete für die künftige Finanzplanung müssten Kunden nicht fürchten, zu risikoreichen Geschäften verleitet zu werden. „Da gibt es gute Fondsmischungen, die trotz Kursschwankungen für ein positives Ergebnis sorgen“, sagt Stabolewski. Ihr Tipp: Im Schnitt alle 24 Monate mit seinem Bankberater sprechen. „Denn nur informierte Kunden können ein Stückchen vom Gewinnkuchen bekommen“, sagt Scholz. Dem Sparkassenvorstand ist es wichtig zu erfahren, was der Kunde tatsächlich will. „Da sehen wir es als unsere Bringschuld, auf den Kunden zuzugehen“, sagt Stabolewski. Sie habe den Eindruck, dass die Kunden die Sinnhaftigkeit der Umstrukturierung verstanden haben. „Wir müssen aber noch viel mehr aufklären, auch darüber, dass man auch mit einem klassischen Sparbuch online sein Geld verwalten kann“, sagt sie. Wobei ein Sparbuch mit 0,001 Prozent Zinsen keine gute Anlageform mehr sei. Alternativen böten Sparpläne und Fonds-Sparen. Still rät dringend davon ab, sein Bargeld in einem Schließfach zu deponieren. Bei anderen Banken war es bereits zu Engpässen und Wartezeiten gekommen. „Die Versicherung ist begrenzt“, warnt Still.

Bislang nimmt die Sparkasse auch nur bei großen Firmenkunden Strafzinsen auf Erspartes. „Der Druck ist groß, wir wissen nicht, wie lange wir das halten können“, sagt Stabolewski. „Deshalb appellieren wir an unsere Kunden, ein Beratergespräch über die eigene Vermögenssituation zu führen“, sagt sie. 2020 wolle sich die Sparkasse verstärkt auf die Qualität der Produkte fokussieren. Positiv wirkte sich die Entscheidung des Kuratoriums für die Stiftungen aus, weil sich das Geldinstitut künftig etwas spekulativer bewegen darf. „Wir haben Geld umgeschichtet, womit im Laufe des Jahres mehr Erträge zu erwarten sind“, sagt Scholz. Hierzu mussten die Anlagenrichtlinien geändert werden. Bis 31. Januar können sich Vereine für die Frühjahrsausschüttung unter www.sk-rade.de/stiftungen bewerben.

Dorothea Stabolewski kündigt an, den eingeschlagenen Weg 2020 konsequent fortzuführen. „Wir sind ein dynamischer Vorstand, der sich einbringt“, sagt sie. „Wir wollen als Unternehmer mit Unternehmern vor Ort zusammenarbeiten.“ Deshalb sei eine Fusion mit einem anderen Geldinstitut auch kein Thema.

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