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Radevormwald: Rat entscheidet, dass Förderung für Kreisverkehr beantragt wird

Innenstadt von Radevormwald : Rat bringt Kreisverkehr auf den Weg

Eine Mehrheit der Fraktionen hat dafür gestimmt, einen Förderantrag für den Bau eines Kreisverkehrs am westlichen Eingang der Stadt zu stellen. Skeptische Stimmen kamen von den Grünen, der AL und aus den Reihen der UWG.

Eine Mehrheit der Fraktionen hat in der Ratssitzung am Dienstag dafür gestimmt, einen Förderantrag für den geplanten Kreisverkehr am westlichen Eingang zur Innenstadt zu stellen. In der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses war die Planung vorgestellt worden. Entstehen soll der Kreisverkehr auf der Kreuzung, an der sich Kaiser-, Telegrafen-, Hohenfuhr- und Grabenstraße treffen. Die Planung war laut Ulrich Dippel, dem Leiter des Technischen Bauamtest nicht einfach, nur eine der Varianten, die diskutiert wurden, gilt als umsetzbar.

„Es geht nun erst einmal darum, dass wir die Förderung beantragen“,  erklärte Bürgermeister Johannes Mans. Details sollten erst später geklärt werden. Damit reagierte Mans auf einen Antrag der Alternativen Liste (AL), die vorschlägt, die Fahrtrichtung des Verkehrs an dieser Stelle zu ändern. „Ansonsten drohen gefährliche Begegnungsverkehre“, erklärte Rolf Ebbinghaus, Vorsitzender der AL-Fraktion. Auch dann gebe es an dem Kreisverkehr Sicherheitsprobleme, meinte Ebbinghausen. Beispielsweise schneide ein Radweg die Tangente. Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes, bekräftigte, dass die Verwaltung gemeinsam mit den Straßenbehörden und der Polizei die Kreisverkehr-Variante gründlich geprüft habe. Hinweise auf besondere Gefahren gebe es nicht.

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Bernd-Eric Hoffmann von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) wandte sich gegen den Antrag der AL-Fraktion: „Es ist viel zu früh solche Dinge festzulegen, jetzt geht es um die Grundsatzentscheidung.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Dietmar Busch erklärte: „Wir sprechen hier nur über einen Zuwendungsantrag. Der Antrag der AL ist obsolet.“ Doch auch die Fraktion von Bündnis 90/Grüne betrachtet die Pläne skeptisch. „Es müssen mehrere Bäume gefällt werden und es gibt kein Radwegekonzept“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Pech-Büttner. „Daher stimmen wir dagegen.“ Die Grünen-Politikerin fragte die Verwaltung, ob denn unbedingt ein Kreisverkehr an dieser Stelle entstehen müsse oder ob man mit einer anderen Ampel-Lösung den Verkehr entzerren und die Kreuzung attraktiver machen könnte. „Eine Variante mit Ampelanlage würde nicht gefördert“, antwortete Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes. Armin Barg, Ratsherr der UWG, zweifelte ebenfalls am Sinn des Kreisels: „Der Verkehr wird so von der Innenstadt weggeführt.“ Er glaube auch nicht, dass der Effekt der Verkehrsberuhigung eintreten werde, sagte Barg.

Der Antrag der AL-Fraktion, eine Änderung der Fahrtrichtung zu beschließen, wurde von den anderen Fraktionen abgelehnt. Die Beschlussvorlage der Verwaltung, die Förderung für den Kreisverkehr zu beantragen, fand eine Mehrheit, allerdings stimmten unter anderem die Grünen, die AL-Fraktion und Teile der UWG-Fraktion dagegen. Am Ende hieß es: 29 Ja-Stimmen gegen neun Nein-Stimmen.