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Radevormwald: Polizei warnt vor dreistem Betrug

WhatsApp und Polizeiliche Kriminalprävention klären auf : Polizei warnt vor dreistem Betrug

Immer häufiger nutzen Täter auch Messenger-Dienste, um Geld zu ergaunern. Ein Trick mit einer neuen WhatsApp-Nummer ist seit einiger Zeit auch im Oberbergischen Kreis im Umlauf.

Einer angeblich von ihrem Sohn stammenden WhatsApp-Nachricht hat eine Frau aus Nümbrecht vertraut. Im Glauben, Geld an ihren Sohn zu schicken, überwies sie das Geld allerdings auf das Konto eines Betrügers, teilte die Polizei mit. Die 66-Jährige hatte eine Nachricht von einer unbekannten Nummer, aber unter dem Namen ihres Sohnes erhalten. Darin stand, dass das Handy des Sohnes heruntergefallen und kaputt sei, weshalb er sich unter dieser neuen Nummer melden würde. Weiterhin bat er um finanzielle Unterstützung und übermittelte Kontodaten. Nachdem sie das Geld überwiesen hatte, kamen der Frau Zweifel und sie versuchte, den Geldtransfer bei der Bank zu stoppen. Bei der Anzeigenerstattung war es unklar, ob dies noch möglich war.

Der Trick mit der neuen WhatsApp-Nummer ist seit einiger Zeit im Umlauf. „Auf jeden Fall sollten Sie mit dem angeblichen Sender der Nachricht in telefonischen oder persönlichen Kontakt treten, damit Sie nicht einem solchen Trick zum Opfer fallen“, rät die Polizei. Deshalb starten WhatsApp und die Polizeiliche Kriminalprävention eine Aufklärungskampagne gegen Betrug auf WhatsApp unter dem Motto „Kontrolle ist besser – Check Deinen Chat“. Denn: Alle Altersgruppen können einfache Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen.

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„Betrüger, die sich als Freunde oder Familienangehörige in Notsituationen ausgeben, ist eine der häufigsten Maschen im Internet“, sagt der Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Harald Schmidt. „Kriminelle geben sich in Nachrichten als Verwandte oder Freunde aus und bitten um persönliche Informationen, Geld oder die sechsstellige PIN für die Verifizierung des WhatsApp-Accounts. Solche Nachrichten spekulieren auf die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Freunden und Familienmitgliedern.” In anderen Fällen übernehmen Kriminelle die Accounts von unbeteiligten Dritten und versenden von diesen aus die betrügerischen Nachrichten. In den meisten Fällen behaupten die Betrüger, nahe Freunde oder Verwandte zu sein und bitten um Geldzahlungen. Diese Personen behaupten, ihr Telefon verloren zu haben oder aus dem WhatsApp-Account ausgesperrt worden zu sein.

Solche Betrugsmaschen richten sich besonders an ältere Menschen, denn der Enkeltrick findet heute nicht mehr nur am Telefon oder vor der Haustür statt, sondern auch in Messenger-Diensten. Durch das Melden verdächtiger Accounts werden über das System von WhatsApp zur Erkennung von Betrugsmaschen mittlerweile mehr als 100.000 Accounts pro Monat dort gesperrt. Vier einfache Checks sollen helfen, sich zu schützen: 1. Den eigenen Code checken: Niemals den sechsstelligen Code zur Verifizierung des Accounts, den man bei der Registrierung per SMS erhält, preisgeben. 2. Die PIN checken: am besten eine persönliche PIN für seinen Account einrichten, auch bekannt als Verifizierung in zwei Schritten. 3. Das eigene Bild checken und das Profilbild schützen, damit es nur die eigenen Kontakte sehen können. 4. Den Kontakt checken: Wenn vermeintliche Kontakte um einen Gefallen bitten, um Geld oder andere finanzielle Leistungen, immer deren Identität prüfen, um eine Sprachnachricht bitten oder anrufen.
WhatsApp.com
polizei-beratung.de

(rue)