Radevormwald: Polizei sucht nach Container-Sprengern

Explosion in der Nacht : Gesprengter Kleidercontainer – wer macht so etwas bloß?

Unbekannte haben mit verblüffender Wucht einen Altkleidercontainer an der Stauffenbergstraße gesprengt. Die Trümmer verteilten sich in einem Umkreis von 20 Metern. Womit die Explosion ausgelöst wurde, ist noch ungeklärt.

(s-g) Manche Anwohner der Stauffenbergstraße sind in der Nacht zu Montag unsanft aus dem Schlaf gerissen worden. Ein lauter Knall hallte gegen 1.20 Uhr in der Frühe durch das Viertel. Bürger alarmierten die Polizei - die stießen auf die Trümmer eines Altkleidercontainers, die im Umkreis von 20 Metern verteilt waren. Eine Explosion hatte den Behälter auseinandergerissen.

Die Polizei hat die Ermittlungen nach den Tätern begonnen. Zumindest eine Erkenntnis kann die Polizeisprecherin Monika Treutler bereits mitteilen: Professionelle Täter, wie sie beispielsweise Sprengsätze in Geldautomaten zünden, waren vermutlich nicht am Werk. Denn die Sprengung des Containers habe keinen Sinn, wenn es darum gehe, Beute zu machen, da die Kleidung, die sich im Inneren befand natürlich ebenfalls stark beschädigt wurde. Die Beamten gehen nach dem jetzigen Stand davon aus, dass es sich bei dem Motiv um Zerstörungswut handelt.

Sicher ist: Die Wucht, mit der es den Container zerrissen hat, ist eindrucksvoll. Was genau verwendet wurde, um ihn detonieren zu lassen, ist noch ungeklärt, die Polizeisprecherin möchte dazu vorerst keine Spekulationen wagen. „Auf jeden Fall war das Ganze sehr gefährlich“, betont sie. „Die Containerteile haben scharfe Kanten und können einen Menschen schwer verletzen.“

Das letzte Mal, dass ein Altkleidercontainer in Radevormwald ins Visier von Vandalen geriet, war übrigens im Dezember 2011. Damals setzten unbekannte Täter einen solchen Behälter an der Ritter-von-Halt-Straße in Brand. Der Schaden wurde damals mit rund 500 Euro beziffert. Eine Schadenssumme für den aktuellen Fall wurde noch nicht genannt.

Wer zu der Tat sachdienliche Hinweise geben kann, der wende sich bitte an das Kriminalkommissariat 1 unter Telefon 02261 81990.

(s-g)
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