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Radevormwald: Polizei befreit Hund aus aufgeheiztem Auto

Polizei in Radevormwald : Hund bei Hitze im Auto – Polizei schlägt Scheibe ein

Passanten entdeckten das Tier in dem Fahrzeug und verständigen die Polizei. Nachdem der Halter nicht kontaktiert werden konnte, befreiten die Beamten den Hund aus dem Inneren des Wagens.

Polizeibeamte haben am Dienstagvormittag in der Innenstadt einen Hund aus einem aufgeheizten Auto befreit. Passanten hatten das Tier in einem Wagen, der in der Nähe des Marktplatzes parkte, bemerkt und machten sich Sorgen um den Zustand des Tieres. Die Polizei wurden gegen 10.55 Uhr verständigt.

„Für die Tiere ist es sehr gefährlich, wenn man sie bei solchen Temperaturen in einem Auto lässt“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Tietze, Sprecher der Oberbergischen Polizei. „Sie können ihre Temperatur nur über den Atem regulieren.“ Lediglich die hinteren Fenster des Wagens waren spaltbreit offen.

Die Beamten versuchten zunächst, anhand des Kennzeichens den Halter telefonisch zu erreichen, was jedoch nicht gelang. Schließlich schlugen sie eine Scheibe des Autos ein. Kurz darauf erschien der Halter auf der Bildfläche. Er habe in einem nahen Geschäft etwas zu erledigen gehabt. Leider habe sich das Ganze länger hingezogen als geplant, erklärte der Mann aus Radevormwald, der sich laut den Beamten einsichtig zeigte.

Nach Einschätzung der Polizei war der Hund etwa eine Dreiviertelstunde in dem Auto eingeschlossen. Den Schaden an dem Fenster muss der Besitzer zahlen – es handelt sich um einen Einsatz der Gefahrenabwehr.

Am Nachmittag teilte Polizeisprecher Michael Tietze mit, dass gegen den Halter eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hitze: So schützen Sie Ihre Haustiere

(s-g)