Orgelkonzert in Radevormwald Klangpracht an der Seifert-Orgel

Radevormwald · Helmut Voß, Kantor aus Bergisch Gladbach, gibt am 9. September in der Pfarrkirche St. Marien ein Konzert. Unter anderem wird er die Orgel-Adaption eines Flötenkonzerts spielen.

 Organist Helmut Voß konzertiert in Radevormwald mit einem interessanten Programm spätbarocker und klassischer Musik.

Organist Helmut Voß konzertiert in Radevormwald mit einem interessanten Programm spätbarocker und klassischer Musik.

Foto: Privatfoto

Helmut Voß, Kantor in Bergisch Gladbach, ist der Solist des Konzertes, das am Samstag, 9. September, um 19 in der Pfarrkirche St. Marien in Radevormwald stattfinden wird.

Helmut Voß ist für die Kirchenmusik in St. Laurentius und den übrigen Katholischen Kirchen der Bergisch Gladbacher Innenstadt verantwortlich. Hier verwirklicht er vielfältige Musik mit seinen Chorgruppen und der Klais-Orgel.

Helmut Voß studierte Schulmusik (Hauptfach Orgel) an der Musikhochschule Detmold und Geografie an den Universitäten Bonn und Münster. Es folgte das Studium der Katholischen Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Prof. Raimund Wippermann (Chorleitung) und Wolfgang Seifen (Improvisation) mit dem Abschluss des A-Examens.

Fortbildungen und Orgelkurse bei Hubert Schoonbroodt, Christoph Schoener und Wolfgang Seifen erweiterten sein musikalisches Spektrum. Außer seiner kirchenmusikalischen Arbeit ist er künstlerischer Leiter der „Bergisch Gladbacher Orgeltage“.

An der Seifert-Orgel in der Radevormwalder Kirche wird Helmut Voß virtuose Musik des Spätbarock spielen – Musik, die dem Spieler und der Orgel einiges abverlangt. Ein Hauptwerk des Abends wird Flötenkonzert op. 55 von Johann Christian Heinrich Rinck (1770 bis 1846) sein. Auch wem der Name dieses Komponisten zunächst nichts sagt, kennt bestimmt das Volkslied „Abend wird es wieder“, dessen Melodie er geschaffen hat. Seit einigen Jahrzehnten gibt es Bestrebungen, seine Musik wieder bekannter zu machen, so fand im Jahr 2003 erstmals ein Rinck-Fest in Köln statt.

Die Faszination des umfangreichen Flötenkonzerts besteht im effektvollen Wechselspiel zwischen voller Orgel und den Flötenregistern des Instrumentes. Es ist gewissermaßen ein an die Möglichkeiten der Orgel angepasstes Orchesterkonzert mit entsprechend rasanten Tonfolgen und Klangwechseln. Schon beim Zuhören könnte man ins Schwitzen kommen.

Am 9. September darf man sich in St. Marien auf virtuose und effektvolle Musik freuen, wobei hier natürlich die Flötenklänge der Orgel im Vordergrund stehen werden. Werke von Johann Sebastian Bach, seinem Schüler Johann Ludwig Krebs (Toccata und Fuge in E-Dur), Valentin Rathgeber und Clemens Ingenhoven, einem Düsseldorfer Komponisten und Kirchenmusiker, runden das vielseitige Programm ab.

Die Zuhörer dürfen sich auf ein klangprächtiges, festliches Konzert freuen. Der Eintritt ist frei.

Sa. 9. September, 19.30 Uhr, Pfarrkirche St. Marien, Bischof-Bornewasser-Straße.

(s-g)