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Radevormwald: Oft sind ganze Familien mit Corona infiziert

Corona-Pandemie in Radevormwald : Oft sind ganze Familien mit Corona infiziert

Die 7-Tage-Inzidenz ist bei den 20- bis 39-Jährigen im Oberbergischen Kreis besonders hoch. In den Haushalten stecken sich die Familienmitglieder untereinander an. Zudem ist oftmals festzustellen, dass keine Person aus der Familie geimpft ist.

Die Corona-Entwicklung der vergangenen Wochen setzt sich fort: Wie der Oberbergische Kreis mitteilt, zeichnet sich das aktuelle Infektionsgeschehen dadurch aus, dass weiterhin die jüngeren Altersgruppen betroffen sind. Gemessen an der 7-Tage-Inzidenz liegt diese in der Altersgruppe 0 bis 19 Jahre bei 86 (Anfang der Woche lag der Wert noch bei über 100), 20 bis 39 Jahre bei 93,4 (Anfang der Woche ebenfalls über 100), 40 bis 59 Jahre bei 68,4, 60 bis 79 Jahre bei 8,4 und 80 Jahre und älter bei 10,1.

„Auffällig ist momentan, dass ganze Familien betroffen sind. In den Haushalten stecken sich die Familienmitglieder untereinander an. Zudem ist oftmals festzustellen, dass keine Person aus der Familie geimpft ist“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Das entspreche auch dem, was das Robert Koch Institut (RKI) prognostiziert habe – „...einem erneuten Anstieg der Fallzahlen, bedingt durch die noch immer große Zahl ungeimpfter Personen und mehr Kontakte in Innenräumen.“ Derzeit sind 337 Personen im Kreis positiv getestet. In Radevormwald sind es neun, und damit eine mehr als noch am Donnerstag. In Hückeswagen stieg der Zahl der Infizierten gleich um drei auf jetzt aktuell sechs. Insgesamt kamen kreisweit von Donnerstag auf Freitag 35 Neuinfektionen hinzu.

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Außerdem gibt es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion: Gestorben sind ein 53-jähriger Mann aus Waldbröl und ein 68-jähriger Mann aus Reichshof. Seit Beginn der Pandemie gibt es nun 270 Tote im Oberbergischen Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 63,3 und damit um 5,9 niedriger als noch am Donnerstag.

14 positiv getestete Oberberger werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt, davon befinden sich neun auf Normalstation, einer auf Intensivstation ohne Beatmung und vier auf Intensivstation mit Beatmung, teilt der Kreis mit. In angeordneter Quarantäne befinden sich kreisweit 624 Personen, 35 mehr als noch am Vortag.