Radevormwald: Offenes Singen mit dem MGV Hahnenberg

20 Jahre Hospizverein Radevormwald : Offenes Singen mit MGV Hahnenberg

Das offene Singen des MGV Hahnenberg und des Ambulanten Hospizes war ein großer Erfolg. Die verschiedenen Lieder brachten die Menschen zusammen – und auch die Anwohner lauschten überrascht dem unerwarteten Konzert.

In diesem Jahr feiert das Ambulante Ökumenische Hospiz Radevormwald seinen 20. Geburtstag und hat sich für dieses besondere Jahr einige Aktionen einfallen lassen, die das Leben feiern und Menschen aus allen Generationen zusammenbringen.

Am Dienstagabend trafen sich nun die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizes zusammen mit dem Männergesangsverein Hahnenberg auf der Wiese hinter der Martini-Gemeinde an der Uelfestraße, um zu einem offenen Singen einzuladen. Gefolgt waren dieser Einladung Freunde und Unterstützer beider Vereine sowie Bürger aus Radevormwald, die gerne singen und Geselligkeit zu schätzen wissen.

Marina Weidner, die leitende Koordinatorin des Ambulanten Hospizes findet es wichtig, dass sie und ihr Team immer wieder zu Aktionen einladen, die Freude am Leben in den Vordergrund stellen. „Wir wollen mitten im Leben sein und nicht nur für traurige Anlässe bekannt sein. Deswegen ist es wichtig zu Festen und Begegnungen einzuladen“, sagt sie. Die Idee zu dem offenen Singen hatte Tatjana Brüser-Pieper, die ebenfalls Koordinatorin des Hospizes ist. Sie ist auf den MGV Hahnenberg zugegangen und hat den Dienstagabend auf die Beine gestellt. „Singen verbindet Menschen und so ist die Idee entstanden“, sagt sie.

Die Menschen, die sich am Dienstag unter freiem Himmel versammelten, wurden von der tiefstehenden Abendsonne gewärmt und alle waren froh, dass das Singen wie geplant im Freien stattfinden konnte. Die Stimmung war ausgelassen und die Sänger aus Hahnenberg pünktlich mit drei Liedern zum Auftakt zur Stelle. Unter der Leitung von Dirigent Frank Scholzen sangen sie zunächst „Arcobaleno“, „Es strahlt die Welt“ und „Bajazzo“.

Jürgen Wader, Vorsitzender des Männerchores, findet es selbstverständlich, dass sich Vereine aus Radevormwald gegenseitig unterstützen. „Wir waren nach der Anfrage sofort mit dabei. Das Ambulante Hospiz leistet tolle Arbeit, die sehr wichtig für unsere Stadt ist und deswegen sind wir froh Teil des Jubiläums zu sein“, sagt er. Nach dem Einsingen, startete das offene Singen, an dem alle kraftvoll teilgenommen haben. Zusammen sangen die Männer und Frauen Titel, wie „Die Gedanken sind frei“, „Jenseits des Tales“ oder „Schön ist die Welt“.

Während alle Teilnehmer ein Lied nach dem anderen sangen, öffneten sich an der Uelfestraße viele Fenster und Balkontüren. Das offene Singen erreichte nicht nur die direkten Teilnehmer, sondern auch viele umliegende Haushalte, die sich über die überraschende Abendunterhaltung freuten. Mit „Weißt du, wie viele Sternlein stehen“ ging das Singen zu Ende. Georg Kalkum, der erste Vorsitzende des Ambulanten Ökumenischen Hospizes, weiss aus Erfahrung, wie groß die Kraft von Musik ist.

„Musik und Singen spielt in unserer Arbeit beim Ambulanten Hospiz eine wichtige Rolle. Mit den Menschen, die wir begleiten singen wir und wenn sie nicht mehr selber singen können, reagieren sie trotzdem in ihrer Weise auf bekannte Melodien. Lieder rütteln etwas tief in dem Menschen wach und berühren uns. Das merken wir immer wieder“, sagt er. Das offene Singen am Dienstagabend war für das Ambulante Hospiz schon jetzt ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres, obwohl in den nächsten Monaten noch weitere Aktionen folgen werden.

Der Abend endete schließlich mit einem gemütlichen Grillen auf dem Hof von Tatjana Brüser-Pieper, wo sie sich noch einmal bei den Sängern des Männergesangsvereins Hahnenberg für ihren Einsatz bedankte.

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