Radevormwald: Notaufnahme im Sana-Krankenhaus wurde saniert

Notfallversorgung in Radevormwald : Neue Ambulanz im Sana-Krankenhaus

Vier Monate wurde während des laufenden Betriebs der Trakt der Notaufnahme in der Radevormwalder Klinik saniert. Auch die medizinischen Apparate wurden komplett ausgetauscht. Für die Patienten gibt es nun viel hellere Räume.

Die Notaufnahme eines Krankenhauses ist ein Ort, den man meist nicht freiwillig aufsucht. Einwohner von Radevormwald, die die Ambulanz der Sana-Klinik aufsuchen müssen, können sich jedoch mit dem Gedanken trösten, dass die Räumlichkeiten und Gerätschaften soeben auf den neuesten Stand gebracht wurden. Allein schon die optische Wirkung ist erfreulicher. „Die alten Räumlichkeiten der Ambulanz waren ein wenig düster“, sagt Geschäftsführer Bernd Siegmund, der am Dienstag den sanierten Trakt vorstellte. Nun erwarten den Patienten hellere, freundlichere Räume. „Die medizinische Ausstattung ist komplett ausgetauscht worden“, versichert Siegmund.

Wer mit einem medizinischen Problem in der Notaufnahme vorspricht, betritt zunächst den sogenannten Ersteinschätzungsraum. Hier wird festgestellt, wie ernst der Fall ist. In der Regel wird ein Fragebogen ausgefüllt, je nach Dringlichkeit werden die Patienten dann behandelt. Siegmund zeigt einen Merkzettel, der beim Empfang ausgehändigt wird und darüber informiert, warum manche Personen früher dran kommen als andere. Sind die Probleme des Patienten eingeschätzt worden, folgt die nähere Untersuchung, für die vier bis fünf Räume zur Verfügung stehen.

Die Ambulanz im Rader Krankenhaus hat immer gut zu tun. „Wir haben pro Tag rund 30 Notfallkontakte“, sagt Bernd Siegmund. „Das ist für eine Klinik dieser Größe viel.“ Stoßzeiten sind laut Conny Gorr, der Leiterin der Zentralaufnahme vor allem die Montage und Freitage. „Und natürlich die Wochenenden.“

Nur ein kleiner Teil derjenigen, die zur Ambulanz kommen, müssten stationär aufgenommen werden, der größte Teil kann nach der Behandlung wieder entlassen werden. Immer wieder ist zu hören, dass Notaufnahmen überlastet sind. „Das ist ein landesweites Problem“, sagt Bernd Siegmund. Trotz des manchmal großen Andrangs in der Ambulanz gilt, dass niemand dort weggeschickt wird.

Ein Grund für die starke Beanspruchung der Ambulanzen in den Krankenhäusern ist laut Sana-Sprecherin Barbara Skondras, dass viele Menschen nicht wissen, dass es als Alternative auch einen Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung gibt, dessen Räumlichkeiten für den nördlichen oberbergischen Kreis sich im Helios-Krankenhaus in Wipperfürth befinden. Die Notfallnummer für diesen Notdienst ist bundesweit die gleiche: 116 117.

Die Bauarbeiten für den neuen Ambulanz-Trakt wurden, um einen medizinischen Terminus zu benutzen, am offenen Herzen durchgeführt. Die Ambulanz blieb während der Sanierungsmaßnahmen geöffnet. „Wir sind dann, je nachdem wo gerade gearbeitet wurde, von Raum zu Raum gewechselt“, schildert Conny Gorr. Von Februar bis Juni dauerte es, bis die neue Ambulanz fertig war. Die Investition für den neuen Trakt beziffert Bernd Siegmund mit einem mittleren sechsstelligen Betrag.

Weitere Investitionen sind für die nächste Zeit geplant. So soll Anfang des kommenden Jahres die Diagnostik-Abteilung erneuert werden. Und auch beim Thema Parkplätze liefen bereits Gespräche mit der Stadt, erklärt Bernd Siegmund. Die bisherigen Stellplätze für Mitarbeiter und Patienten reichen längst nicht mehr aus.

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