Radevormwald: Niklas Lajewski ist der neue Klimamanager der Stadt

Verwaltung in Radevormwald : Stadt hat nun einen Klimamanager

Niklas Lajewski kümmert sich seit dem 1. September in der Stadtverwaltung um alle Fragen rund um den Klimaschutz.

Der 26-jährige Remscheider Niklas Lajewski hat sich gegen etwa 15 Bewerber durchgesetzt. Seit dem 1. September ist der junge Mann, der seinen Master-Abschluss in Umweltingenieurswissenschaften in Rostock eben absolviert hat, bei der Stadtverwaltung Radevormwald als Klimamanager angestellt. Die Stelle ist im Bauverwaltungsamt angesiedelt. „Das Ziel der Arbeit von Niklas Lajewski ist es, die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umzusetzen, das der Stadtrat im Vorjahr verabschiedet hat“, sagt Bauverwaltungsamtsleiter Burkhard Klein.

Die Stelle ist durch Fördermittel finanziert und zunächst auf drei Jahre befristet. „Das Klimaschutzkonzept war auch Grundlage für die Förderung. Der Weg dorthin war allerdings durchaus aufwändig“, sagt Klein weiter. Denn die Aufgaben und Maßnahmen, die Lajewski künftig übernehmen werde, hätten dafür bis ins Detail aufgeschlüsselt und angegeben werden müssen. „Die Unterlagen sind doppelt so dick wie das bereits schon umfangreiche Klimaschutzkonzept“, sagt Klein.

Sein Aufgabenbereich sei durchaus umfangreich, sagt Lajewski. „Wichtiges Ziel ist natürlich, dass wir als Stadt im Klimaschutz als Vorbild vorangehen.“ Außerdem solle er in seiner Funktion als Klimamanager Projekte initiieren, Prozesse bündeln und beschleunigen und als Ansprechpartner sowohl für das Gewerbe als auch für Privatpersonen fungieren. „Ich bin eine Art Bindgeglied für alle Frage rund um das Thema Klimaschutz“, sagt der 26-Jährige. Wenn etwa ein Bürger wissen wolle, welche Fördermittel für klimagerechtes Sanieren oder Bauen zur Verfügung stünden, könne er an die entsprechenden Stellen weitervermitteln, sagt Lajewski.

Ein wichtiger Bereich seien aber auch die Unternehmen in der Stadt. „Denn 50 Prozent der Emissionen in der Stadt werden durch Unternehmen verursacht“, sagt Lajewski. Deswegen sei auch als einer der ersten Termine ein Treffen beim Radevormwalder Unternehmer-Netzwerk vorgesehen. Außerdem solle darüber beraten werden, ob und in welcher Form etwa energetische Sanierungen an den städtischen Immobilien vorgenommen werden sollten. „Als öffentliche Hand haben wir da aber tatsächlich gar nicht so viele Möglichkeiten“, sagt Klein.

Der Bauverwaltungsamtsleiter ergänzt, dass auch wenn die Stelle des Klimamanagers neu eingerichtet worden sei, sich die Stadt auch schon vorher um das Thema gesorgt habe. „Es ist nicht so, dass wir hier von Null anfangen und der Klimaschutz für uns eing anz neues Thema wäre.“ So gebe es etwa zwei E-Smarts in städtischer Hand, auch die Beleuchtungen im Stadtbild sowie in den Sporthallen seien bereits auf LED-Technik umgerüstet und würden so Strom und damit CO2 einsparen. „Aber jetzt wird künftig alles bei Niklas Lajewski gebündelt und alle Verwaltungsmitarbeiter werden mitgenommen“, sagt Klein.

Neben seiner Funktion als Ansprechpartner und Netzwerker werde er zudem auch neue Projekte anstoßen und leiten, sagt Lajewski. So sei etwa im kommenden Jahr bereits eine Umweltwoche in Zusammenarbeit mit den Schulen geplant. Und auch wenn die „Fridays-For-Future“-Aktivitäten in Radevormwald sich bislang eher in engen Grenzen halten würden, sei er doch auch hier erster Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung, betonte Niklas Lajewski.

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