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Radevormwald: Neuer Vertrag mit Erziehungsberatung Herbstmühle geplant

Jugendamt in Radevormwald : Neuer Vertrag mit Herbstmühle geplant

Das Jugendamt führt Gespräche mit Psychologischen Beratungsstelle Herbstmühle in Wipperfürth, die bis zum 31. Dezember 2019 für die Stadt Erziehungsberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung sowie Jugendberatung angeboten hatte. Die Beratungseinrichtung soll nun einen neuen Vertrag mit Beginn 1. Januar 2021 bekommen.

Die Stadt Radevormwald strebt einen neuen Vertrag mit der Psychologischen Beratungsstelle Herbstmühle in Wipperfürth an. Darüber wird das Jugendamt in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am kommenden Donnerstag, 13. August, informieren.

Die Stadt hatte den Vertrag mit der Herbstmühle, die durch den Verband der Katholischen Kirchengemeinden im Oberbergischen Kreis getragen wird, zum 31. Dezember 2019 gekündigt. Die Einrichtung hatte in der Vergangenheit für die Stadt Radevormwald Erziehungsberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung sowie Jugendberatung angeboten.

„In der Zwischenzeit sind mit mehreren interessierten Trägern Gespräche zu den Erwartungen des Jugendamtes und den Möglichkeiten der Träger geführt worden“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. „Ziel war die Sicherstellung einer fachlich qualifizierten, kooperationsbereiten und regional vernetzten Beratungsstelle.“

Im Juli habe es erneut zwei grundsätzliche Gespräche mit Vertreter/innen der Herbstmühle gegeben, bei denen sich die Grundsätze einer neuen Zusammenarbeit abzeichnete. Ein neuer Vertrag, der mit dem 1. Januar 2021 beginnen soll, ist nun angedacht, er wird vorher natürlich den politischen Gremien zur Billigung vorgelegt.

Sollte dies alles wie geplant vor sich gehen, sei sichergestellt, dass der Zugang zur Erziehungsberatung auf zwei Wegen möglich sei. Einerseits in anonymisierter Form ohne Information an das Jugendamt, andererseits in jener Form, bei der das Jugendamt über den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) die Möglichkeit habe, Erziehungsberatung als Teil der „Hilfen zur Erziehung“ einzuleiten. Im zweiten Fall ist das Jugendamt federführend.

„Ein wichtiges Thema bei den Gesprächen mit der Herbstmühle war, dass wir als Amt regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden und dass die Transparenz, auch gegenüber den Familien, immer gesichert ist“, erklärt Jugendamtsleiter Peter Horn unserer Zeitung. Dazu soll es unter anderem einen jährlichen Qualitätsdialog geben.

Das wöchentliche Stundenbudget soll von 35 Stunden pro Woche auf 39 Stunden pro Woche – das Ausmaß einer Vollzeitstelle – erweitert werden. Die Herbstmühle bringe in die Kooperation anteilig kirchliche Eigenmittel ein und beantrage die der Stadt Radevormwald zustehenden Fördermittel des Landes.