Radevormwald: Neue Schüler-AG hat Heimat als Lernstoff

Sekundarschule in Radevormwald : Neue Schüler-AG hat Heimat als Lernstoff

Die neue AG der Sekundarschule stellt Radevormwald in den Mittelpunkt. Die Schüler lernen viel über die Geschichte ihrer Stadt und über die einzelnen Ortschaften. Doch auch örtliche Freizeitmöglichkeiten gehören zum Programm.

Einmal in der Woche steht für einige Schüler der Sekundarschule Heimatkunde auf dem Stundenplan, denn die AG, die im Sommer startete stellt Radevormwald in den Mittelpunkt. Unter der Leitung von Schulleiterin Sandra Pahl und dem ehemaligen Hauptschullehrer Walter Ulber, der 2016 in den Ruhestand ging, lernen die Jugendlichen alle Facetten ihrer Heimat kennen.

Sandra Pahl will die Heimatstadt ihrer Schüler damit interessanter für den Nachwuchs machen. „Ich hatte die Idee zu der AG, weil ich den Eindruck hatte, dass viele Schüler gar nicht wissen, was hier alles los ist. Wir lernen geschichtliche Details kennen, aber auch Freizeitmöglichkeiten und aktuelle Angebote“, sagt die Schulleiterin.

Wie vielfältig die AG aufgestellt ist, zeigt ein Blick auf die erste Hälfte des Schuljahres. Walter Ulber war mit den Mädchen und Jungen im Freizeitpark Kräwinkel, hat einen Rundgang um das Uelfebad gemacht und die historischen Eckdaten des Innenstadtkerns mit ihnen aufgeschlüsselt. Außerdem war die AG klettern und bowlen. „Ziel der AG ist es, dass die Jugendlichen wissen, was sie in ihrer Heimat alles erleben können und die Möglichkeiten, die es gibt, ausschöpfen. Einige von ihnen kennen manche Orte überhaupt nicht oder erkennen das Potential von Radevormwald nicht.“

In der vergangenen Woche war Walter Ulber gemeinsam mit Förster Bernhard Priggel und den Sekundarschülern im Kollenberg unterwegs. Bei strömendem Regen haben sich die Schüler auf den Weg in den Wald gemacht um eine der wichtigsten Facetten der Stadt, die Natur besser kennenzulernen.

Bernhard Priggel ist ein Experte auf seinem Gebiet und gibt den Mädchen und Jungen einen Einblick in den Laubwald, der Radevormwald umgibt. Er stellte einzelne Baumarten vor, wies auf die Bewohner des Waldes hin und erklärte auch, warum ein regenreicher Sommer in diesem Jahr wichtig sein wird.

„Durch die Trockenheit im letzten Sommer sind die Wälder in keinem guten Zustand. Die Bäume sind total ausgetrocknet und es gibt sehr viel Ungeziefer“, sagt der Förster. Dass die AG trotz Regen und Matsch in den Wald gekommen ist, war Walter Ulber wichtig: „Wir wollen nicht zimperlich sein und auch lernen, was es heißt sich passend zu kleiden. Runter vom Sofa und raus in die Natur lautet das Motto.“

Bis zum Ende des Schuljahres im Sommer wollen die Teilnehmer der AG noch das Wülfingmuseum und die Wupperorte erkunden, denn in diesem Teil von Radevormwald kann man Geschichte hautnah erleben. „Dafür müssen wir uns vielleicht mal einen gesamten Vormittag Zeit nehmen, denn da unten gibt es sehr viel zu erkunden“, sagt der pensionierte Lehrer.

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