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Radevormwald: Neue Presbyter ins Amt eingeführt

Lutherische Kirchengemeinde Radevormwald : Neue Presbyter ins Amt eingeführt

Die neuen Presbyter der Lutherischen Kirchengemeinde wurden am Sonntagvormittag offiziell in ihr Amt eingeführt. Es gibt auch eine Vertreterin der Jugendlichen im Presbyterium, das eine zukunftsfähige Kirche gestalten soll.

Mit der Bitte um Gottes Segen wurden am Sonntag die neuen und bestehenden Mitglieder des Presbyteriums der Lutherischen Kirchengemeinde in ihr Amt eingeführt. Eigentlich sollte dieser besondere Gottesdienst schon im Sommer 2020 gefeiert werden, aber die Pandemie hatte das verhindert. Nach mehr als einem Jahr im Amt konnten die Presbyter nun offiziell von der Gemeinde begrüßt und gesegnet werden.

Pfarrerin Manuela Melzer ging in ihrer Predigt darauf ein, dass Glauben Entscheidungen bedeutet und diese Konsequenzen haben. „Wir entscheiden, zu unserem Glauben zu stehen und das ist auch die Aufgabe einer Gemeinde und des Presbyteriums. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir unseren Auftrag erfüllen und unsere Botschaft mit anderen Menschen teilen können und sie damit berühren“, sagte Manuela Melzer. Sie forderte das Presbyterium dazu auf, sich an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Kirche zu beteiligen und dafür auch von bestehenden Strukturen abweichen zu können und neue, zeitgemäße Strukturen zu schaffen. „Eine zukunftsfähige Kirche denkt von ihrem Auftrag aus, schafft neue Strukturen und Ideen und fällt Entscheidungen. Wir müssen auch dann Farbe bekennen, wenn es schmerzhaft ist und Brüche bedeutet“, sagte sie. Zusammen mit Pfarrer Philipp Müller begrüßte sie nicht nur die bestehenden Presbyter Sven Beckers, Barbara Braselmann, Frauke Finklenburg, Susanne Fischer, Reinhard Sander, Ulrike Schwarwächter, Christian Schoppe, Heinz Seifert und Reinhild Stursberg in ihrem Amt, sondern auch neue Mitglieder des Presbyteriums. Kerstin Isermann, Andreas Schönhoff und Uwe Suppes gehören seit 2020 zum Presbyterium. Neu im Kirchenvorstand ist außerdem die Vertreterin für die Jugendlichen im Presbyterium Eva Bierwirth. Die kirchlichen Mitarbeiter Martin Scheibner und Beate Sinner gehören ebenfalls zum Presbyterium. Eva Bierwirth will, dass Kirche noch attraktiver für junge Menschen wird und auf ihre Bedürfnisse eingeht. „Die Jugend gestaltet die Zukunft der Kirche und sollte deswegen eingebunden werden. Ich denke dabei zum Beispiel an Feste für junge Menschen“, sagte die 18-Jährige.

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Kerstin Isermann kümmert sich als Presbyterin um die Schwerpunkte Kinder- und Jugendarbeit und sitzt außerdem im Diakonie-Ausschuss. Uwe Suppes ist seit Jahren im Musikausschuss aktiv und Vorsitzender des Friedhofsausschusses. „Als Presbyter trage ich jetzt noch mehr Verantwortung und habe mehr Mitspracherecht“, sagte er. Andreas Schönhoff engagiert sich für die Kita der Gemeinde. „Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Verzahnung von Jung und Alt in der Kirche und ihrem Alltag zu gestalten“, sagt der neue Presbyter.

Der Gottesdienst wurde auch dafür genutzt, um die ausgeschiedenen Presbyterinnen Annelore Eggert, Birgit Flüs und Sabine Suppes zu verabschieden. Ebenso die langjährige Vorsitzende des Diakonieausschusses Katrin Weber. Sie bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wie die ausgeschiedenen Presbyterinnen beschreibt auch Katrin Weber ihre Aufgabe als Herzensangelegenheit. „Diakonisches Handeln soll in der Nähe und aus der Ferne ausgeübt werden. Für die Zukunft wünsche ich unserer Gemeinde viel Besonnenheit und Zuversicht“, sagte sie.