Stadtverwaltung in Radevormwald Tanja Sonnenschein tritt Stelle bei Wirtschaftsförderung an

Radevormwald · Seit dem 1. August bildet das bisherige Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft mit Kirsten Hackländer das neue Team, das Ansprechpartner für Unternehmen ist sich um die Themen Veranstaltungen und Tourismus kümmert.

 Amtsleiter Burkhard Klein mit der Tourismusbeauftragte Tanja Sonnenschein (links) und Wirtschaftsförderin Kirsten Hackländer.

Amtsleiter Burkhard Klein mit der Tourismusbeauftragte Tanja Sonnenschein (links) und Wirtschaftsförderin Kirsten Hackländer.

Foto: Jürgen Moll

Das Team der Wirtschaftsförderung der Stadt ist wieder komplett. Nachdem Marie Steinhauer jüngst in Elternzeit gegangen ist, gab es eine Vakanz in dem zweiköpfigen Team. Seit August hat Kirsten Hackländer mit Tanja Sonnenschein wieder eine neue Kollegin an ihrer Seite, mit der sie bereits mehrfach bei der Organisation von Veranstaltungen in Radevormwald zusammengearbeitet hatte, denn Sonnenschein zählte bislang zum Vorstand der Werbegemeinschaft. Bei einem Pressegespräch im Rathaus, an dem auch Bürgermeister Johannes Mans, der Beigeordnete Simon Woywod, Fachbereichsleiter Burkhard und Referentin Flora Treiber teilnahmen, wurde die Neubesetzung der Wirtschaftsförderung vorgestellt.

Vor der Entscheidung, die Stelle bei der städtischen Wirtschaftsförderung anzutreten, habe sie sich natürlich erst einmal mit ihrem Ehemann beraten, erklärt die „Neue“. Die Familie Sonnenschein führt schließlich einen Maler- und Lackierer-Handwerksbetrieb mit inzwischen 55 Jahren Tradition. „Wir haben besprochen, ob er mich in der Firma entbehren kann.“ Die Stelle ist vorerst auf die Zeit beschränkt, in der ihre Vorgängerin Pause macht.

Wie sieht die Verteilung der Aufgaben aus? Tanja Sonnenschein wird sich hauptsächlich mit den Veranstaltungen in der Stadt beschäftigten, Kirsten Hackländer hat ihren Schwerpunkt als Ansprechpartnerin der lokalen Unternehmen. „Aber wir sehen uns als Team“, betont Hackländer. Die Aufgaben sind also nicht ganz strikt getrennt.

Die erste große Aufgabe, die sich Tanja Sonnenschein in ihrer neuen Tätigkeit stellte, war die Organisation der Pflaumenkirmes am vergangenen Wochenende. Das Resümee der Stadtverwaltung fällt positiv aus. Die nächsten größeren Veranstaltungen folgen bereits im Herbst und Winter: der Martinsmarkt und der Weihnachtsmarkt. Nachdem die Corona-Pandemie es einige Jahre lang schwierig machte, Veranstaltungsformate weiterzuführen oder gar neue zu lancieren, sind Angebote wie der „Tag der Ausbildung“ wieder mit viel Resonanz gestartet. „Die Veranstaltung im diesen Jahr war ein voller Erfolg“, blickt Kirsten Hackländer zurück. Auch von den Unternehmen habe es viel positiven Zuspruch gegeben. Der nächste „Tag der Ausbildung“ im Jahr 2024 ist bereits in der Planung.

Aufsehen erregte jüngst auch die „getanzte Stadtführung“, die von der Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Radevormwalder Musikschule organisiert worden war. Zwei Tanzpädagoginnen haben an verschiedenen Orten der Stadt Choreografien mit Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren einstudiert.

Ein Thema, das die Unternehmen in Radevormwald – wie auch in anderen Städten – in dieser Zeit umtreibt ist der Fachkräftemangel. Hier werde die Wirtschaftsförderung ebenfalls neue Formate auf den Weg bringen, kündigt Kirsten Hackländer an. Dieses Thema hat viele Aspekte. Es fängt an mit den Schulen. Bürgermeister Johannes Mans erinnert an die Kooperationsverträge, welche die Sekundarschule mit heimischen Unternehmen abgeschlossen hat. Was dann die Ausbildung in den Firmen betrifft, müssten diese natürlich auch die Möglichkeiten und Kapazitäten haben, um die neuen Mitarbeiter angemessen betreuen zu können. „Das Handwerk muss sich da noch öffnen“, meint Tanja Sonnenschein. Hat ein Unternehmen eine bestimmte Größe erreicht, brauche es schon einen Ausbildungsbeauftragten.

Radevormwald kann als Ausflugsziel mit seinem bergischen Ambiente, einer schönen Umgebung und den eindrucksvollen Zeugen der Industriegeschichte im Tal der Wupper punkten. „Wir wollen das Tourismuskonzept für Radevormwald mit Leben füllen“, erläutert Tanja Sonnenschein. Angedacht ist beispielsweise die Ausweisung von E-Bike-Routen. Dank der motorunterstützten Räder erkunden heute weitaus mehr Menschen als früher die Region, denn längere Steigungen sind kein Hemmnis mehr.

Überhaupt, erläutert Burkhard Klein, Leiter der Ämter für Stadtplanung und Bauaufsicht, soll das touristische Potenzial von Radevormwald mehr ausgeschöpft werden. Die Projektagentur Oberberg, die von den 13 Kommunen und dem Kreis im Rahmen der „Regionale 2025“ gegründet worden war, soll das touristische Profil der Bergstadt mit einem Überblick der verschiedenen Angebote schärfen. Abgeschlossen werde dieses Projekt voraussichtlich Ende des Jahres oder Anfang 2024, so Kleins Einschätzung.