Radevormwald: Nachwuchs informiert sich über Bildung

Theodor-Heuss-Gymnasium Radevormwald : Nachwuchs informiert sich über Bildung

Der sechste Hochschultag des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) informierte am Mittwoch über Studium, Ausbildung und mögliche Auslandsaufenthalte. Viele junge Leute besuchten die Informationsstände der Aussteller in der Aula.

Der Hochschultag des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) hat bereits Tradition und informierte am Mittwoch zum sechsten Mal Schüler der Oberstufe, aber auch der Städtischen Realschule, über Bildungsmöglichkeiten nach dem höheren Schulabschluss. In der Aula des Gymnasiums waren die Infostände der 16 teilnehmenden Hochschulen, Bildungsanbietern und Unternehmen aus Deutschland und den Niederlanden aufgebaut, an denen sich die Schüler informieren und Fragen stellen konnten.

„Die Schüler können sich über Studiengänge, Zugangsbeschränkungen, Stipendien, Finanzierungshilfen, Berufsaussichten, Auslandsaufenthalte und vieles mehr informieren“, sagte Schulleiter Matthias Fischbach-Städing. Informationsmöglichkeiten boten auch diverse Vorträge.

Die Gymnasiastinnen Zoe und Angelina machen beide 2021 ihr Abitur und wissen die Organisation des Hochschultages zu schätzen. Sie waren pünktlich um 10 Uhr in der Aula, um sich einen Überblick zu verschaffen und die für sie wichtigen Informationen einzuholen. Beide wollen nach dem Abitur nicht direkt studieren oder eine Ausbildung anfangen, sondern erst mal die Welt entdecken und sich im Ausland weiterentwickeln. „Wir wollen ein Jahr Work and Travel machen und sind total froh, dass auch über diese Konzepte informiert wird. Das war auf jeden Fall hilfreich“, sagte Zoe. Zwischen Schule und Universität einen Tapetenwechsel zu realisieren und in einem fremden Land zurechtzukommen, halten die jungen Frauen für die richtige Entscheidung. „Diese Erfahrung wird mir helfen, selbstständig zu werden und zu merken, was ich beruflich machen möchte“, sagt Angelina. Beim Hochschultag informierten Anbieter, wie „Travel Works“ oder „Multikultur“ über sicherere und zielführende Auslandsaufenthalte.

Lisa hat schon einen genauen Plan und formuliert ihre beruflichen Ziele klar: Sobald sie ihr Abitur 2021 in der Tasche hat, will sie internationales Recht studieren. Wenn möglich an ihrer Traum-Universität in Gießen. „Ich hoffe natürlich, dass auch alles so klappt, wie ich es möchte. Heute habe ich mich bei anderen Universitäten über Wartezeiten auf einen Studienplatz und über Bewerbungsvorgänge informiert“, sagte die Oberstufenschülerin. Obwohl die Uni Gießen nicht vor Ort war, hat Lisa den Hochschultag als Bereicherung empfunden. „Die Bewerbungsverfahren ähneln sich. Es war hilfreich, mit den Unis ins Gespräch zu kommen“, sagte sie. Auch Ausbilder und Arbeitgeber, wie die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen oder die Kreispolizeibehörde waren am Mittwoch vor Ort. In Zeiten des Fachkräftemangels kommen für Abiturienten auch wieder mehr Ausbildungen infrage, weil die Angebote immer besser und umfangreicher werden.

Viel lernen können junge Menschen auch, wenn sie wie Marleen ein Jahr als Au-pair ins Ausland gehen. Die Schülerin hat diesen Wunsch schon seit drei Jahren. „Das steht für mich fest und ist auch keine Zwischenlösung. Ich sehe ein Jahr als Au-pair nicht als Überbrückung an, sondern als Chance, etwas Besonderes zu erleben.“ Mit Freundin Anna informierte sich Marleen über entsprechende Angebote. Anna will ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. „Unsere Wege nach dem Abitur sind alle unterschiedlich“, sagte die Gymnasiastin.

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