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Radevormwald: Nach der Hochwasser-Nacht beginnt das Aufräumen

Hochwasser-Nacht in Radevormwald : Das Aufräumen ist noch in vollem Gange

Die größte Hochwasser-Gefahr ist vorüber und die Aufräumarbeiten fangen langsam an. Dann wird sich zeigen, wie groß die Schäden sind.

Die größte Hochwasser-Gefahr ist zwar vorüber, aber die Bewältigung der Folgen fängt jetzt erst an. „In Dahlerau muss erst einmal gewartet werden, bis der Pegel der Wupper sinkt, bevor wir mit dem Abpumpen beginnen können“, erklärt Wehrführer Dietmar Hasenburg. Auf der flusszugewandten Seite des Wülfing-Komplexes stehe der Fluss noch so hoch, dass man nicht wagen könnte, die Fenster zu öffnen.

Dennoch hatten manche Betriebe vor Ort am Donnerstag bereits mit ersten Aufräumarbeiten begonnen. Jac Leßmann, Geschäftsführer der gleichnamigen Metallbaufirma, machte sich am Vormittag mit seinen Mitarbeitern ein Bild der Lage. „Das Wasser steht in den Räume 25 Zentimeter hoch. Wir konnten aber vieles retten, weil wir es am Vorabend hochgestellt haben“, berichtet Leßmann.

Betroffen durch das Hochwasser waren laut der Stadtverwaltung unter anderem die Firma GKN in Krebsöge und Unternehmen im Gewerbegebiet Mermbach. Auch die Jugendherberge bekam einiges vom Hochwasser ab. Die Pumparbeiten in dem Gebäude konnten im Laufe des Donnerstags beendet werden. Zudem mussten Straßen gesperrt werden, darunter die Straße von Dahlerau nach Oberdahl: Dort ist es durch den extremen Regen zu einem Hangrutsch gekommen. Eine Zufahrt ist über einen Feldweg möglich. „Die Landstraße L 414 zwischen Neuland und Remlingrade ist weiterhin wegen Überflutung gesperrt“, teilte die Verwaltung am Nachmittag mit. „Die Straße nach Siepen ist wieder freigegeben.“

 Firmeninhaber Jac Leßmann (links) und Mitarbeiter Fynn Krüger vor der überschwemmten Werkshalle in Dahlerau
Firmeninhaber Jac Leßmann (links) und Mitarbeiter Fynn Krüger vor der überschwemmten Werkshalle in Dahlerau Foto: Stefan Gilsbach
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Gesperrt sind dagegen die Fußgängerbrücken in Vogelsmühle und an der Wupperstraße, sowie der Gehweg entlang der Mühlenstraße unterhalb des Ortseingangsschildes auf der Seite zur Sportanlage. Dieser Weg war ebenfalls durch die Regenmengen unterspült worden.

 Zu einem Hangrutsch kam es nahe Oberdahl. Hier wurde eine Zufahrtstraße weggespült.
Zu einem Hangrutsch kam es nahe Oberdahl. Hier wurde eine Zufahrtstraße weggespült. Foto: Stadt Radevormwald

Die Stadt Radevormwald warnt weiter ausdrücklich, sich der Wupper zu nähern, da der Pegel weiterhin sehr hoch ist: „Auch wenn die Straßen zum Teil wieder freigegeben sind, sollen Verkehrsteilnehmer besonders in den Außenbereichen vorsichtig fahren, weil immer noch Wasser von Hängen abfließt und die Straßen an zahlreichen Stellen zudem durch Geröll oder Schlamm verschmutzt sind.“

(s-g)