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Radevormwald: Musikschule hat die Corona-Krise bislang gut gemeistert

Kultur in Radevormwald : Musikschule hat die Krise gut gemeistert

Bei der Jahreshauptversammlung wurde auf die vergangenen schwierigen Monate zurück geschaut – und in die Zukunft. Ein großer Dank gilt den Schülern und Eltern, von denen die Verantwortlichen viel Solidarität erfahren haben.

Der Vorstand und die Leiter der Radevormwalder Musikschule haben den Verein bisher erfolgreich durch die Krise gelenkt. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend ließen die Verantwortlichen nicht nur 2019 Revue passieren, sondern nutzten die Versammlung auch, um einen Blick auf die turbulenten Monate im Jahr 2020 zu werfen.

„Ein großer Dank gilt den Schülern und Eltern, von denen wir Solidarität erfahren haben. Sie haben Verständnis gezeigt und sich schnell auf unsere Online-Angebote eingelassen“, sagt Vorsitzender Jürgen Greif. Als die Musikschule aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen wurde, haben die 30 Dozenten der Schule schnell reagiert und ihren Unterricht online durchgeführt. Unterrichtsausfall gab es an der Rader Musikschule aufgrund der Pandemie kaum.

Die Musikschule war eine der ersten Musikschulen, die den Antrag auf NRW-Soforthilfe gestellt hat. Die finanzielle Situation der Schule und auch die der freiberuflichen Dozenten konnte unter anderem mit dieser Hilfe aufgefangen werden. „Wir haben die Krise bisher unbeschadet überstanden“, sagt Jürgen Greif. Zu verdanken hat die Musikschule das auch Regina Kühn, die in dem Sekretariat unzählige Telefonate mit Behörden, Eltern und Dozenten geführt hat.

Der größte Erfolg des vergangenen Jahres war der Umzug an die Hermannstraße. In dem Gebäude der ehemaligen Hauptschule findet der Musikunterricht jetzt gebündelt statt und auch das Büro ist im Januar an den neuen Standort umgezogen. Im Mai startete die Musikschule wieder mit dem Präsenzunterricht.

Auch Michael Borner und Bert Fastenrath, die Leiter der Musikschule, sind über die räumliche Entwicklung froh und danken ebenfalls den solidarischen Mitgliedern. „Ob eine Mannschaft funktioniert, merkt man in Krisenzeiten und unsere Mannschaft hat effizient und schnell gehandelt“, sagt Michael Borner. „Wir haben den Corona-Stresstest bisher gut verkraftet.“

Die Mitgliederentwicklung zeigt ebenfalls, das sich die Krise nicht wesentlich auf die Schule ausgewirkt hat. Im Frühjahr 2019 hatte die Musikschule 715 Schüler, ein Jahr später waren es 662. Bis zum 31. Juli wird sich die Schülerzahl auf 634 reduzieren. „Die Entwickelung ist nicht besorgniserregend“, sagt Michael Borner. Bert Fastenrath warf einen Blick auf den vollen Veranstaltungskalender 2019. Das kulturelle Leben wurde wesentlich durch die Konzerte und Aufführungen der Musikschule mitgestaltet. 2020 mussten die meisten Konzerte abgesagt werden. „Wir hoffen, dass die zweite Jahreshälfte lebendiger wird und auch die Gitarrentage im Herbst stattfinden können“, sagt Bert Fastenrath. Er möchte in Zukunft noch stärker Bands und Ensembles fördern.

Wichtige Anschaffungen des letzten Jahres waren für die Musikschule eine neue Lautsprecheranlage, zwei neue Klarinetten, Gitarren und neue Notenständer. Auch in die Reparaturen von alten Instrumenten wurden mehrere tausend Euro investiert. Das feste Team der Musikschule wird seit Anfang des Jahres von Katharina Majorek unterstützt, die seit neun Jahren als freie Dozentin an der Schule arbeitet.

Info Der Vorstand des Vereins wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt.