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Radevormwald: Museen müssen mit Wiedereröffnung noch warten

Kultur in Radevormwald : Rader Museen müssen noch warten

Die Einrichtungen können trotz der zunehmenden Lockerungsmöglichkeiten noch nicht öffnen. In Absprache mit den Ordnungsamt hat beispielsweise das Museum für Asiatische Kunst den Neustart am Wochenende verschoben.

Zwar sinken auch im Kreis die Infektionszahlen deutlich, doch es braucht weiter Geduld: Die Museen in Radevormwald bleiben vorerst geschlossen. Eigentlich wollte das Museum für Asiatische Kunst an diesem Wochenende wieder mit den Außenangeboten starten, aber jetzt verzögert sich die Neueröffnung um mindestens zwei Wochen.

„Unser Start ist in Absprache mit dem Ordnungsamt verschoben worden“, sagt die Inhaberin Li Hardt. Sie berichtet davon, dass der monatelange Lockdown für die Museen zur großen Belastung geworden ist. Auch getätigte Investitionen können in diesem Sommer wahrscheinlich nicht ausgeschöpft werden.

„Wir haben eine große Profi-Bühne aufgebaut, auf der eigentlich eine Operette stattfinden sollte. Die Künstler haben allerdings schon jetzt abgesagt, weil sie zu viele Menschen sind und nicht gemeinsam proben könnten. Wir wollen wieder öffnen, um Einnahmen zu erzielen und wieder arbeiten zu können“, berichtet sie. Li Hardt und ihr Mann arbeiten mit Hochdruck an einem Konzept zur Wiedereröffnung.

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Auch die ehrenamtlichen Kräfte des Wülfingmuseums setzen sich an diesem Wochenende zusammen, um über eine mögliche Strategie zu sprechen. Das Museum ist weitläufig, kann wegen der großen Räumlichkeiten einfacher ein Hygienekonzept erstellen. Wann geöffnet werden kann, weiß Gerd Neumann aus dem Vorstandsteam aber auch nicht. „Wir werden mit den ersten Planungen und Gesprächen beginnen. Wenn die Infektionszahlen weiter sinken, können wir sicherlich bald öffnen, und darauf bereiten wir uns vor“, sagt er.

Für das Wülfingmuseum sind nicht nur die Museumsbesucher und die Gäste des sonntäglichen Cafés wichtig, sondern auch die Mieter. Denn Teile des Museumsgebäudes werden normalerweise an festliche Gesellschaften, zu Hochzeiten oder Geburtstagen vermietet, aber auch für kreative Produktionen, wie Fotoshootings. Die Mieteinnahmen fehlen dem Verein. Eine sinkende Inzidenz, die Veranstaltungen erlaubt, ist eine wichtige Zukunftsperspektive.

Das Museum der IG Bismarck ist aktuell nicht nur aufgrund der Pandemie geschlossen. Das Museum wartet außerdem auf den Leader-Förderbescheid, um in der neuen Unterkunft, in den alten Bismarck-Werken, zu eröffnen. Das alte Zuhause des Museums in der Schlossmachergalerie ist seit Monaten leer geräumt und geschlossen. „Wir können mit dem Umzug erst starten, wenn der Förderbescheid da ist und die Förderung durch ist“, sagt Hartmut Behrensmeier. Geplant ist aber, dass die Zweiräder bis Ende des Jahres in dem neuen Museum angekommen sind.

Obwohl der Museumsbetrieb noch einige Zeit ruhen wird, ist auch für die IG Bismarck ein sinkender Inzidenzwert wichtig. „Wir wollen im Sommer eine Ausfahrt mit historischen Zweirädern veranstalten, die wir bereits in Zusammenarbeit mit der Stadt planen. Damit diese Veranstaltung durchführbar ist, müssen die Infektionszahlen zunächst zurückgehen“, erläutert Hartmut Behrensmeier.