Radevormwald: Militärdekan berichtet von seiner Seelsorgearbeit

Martini-Gemeinde in Radevormwald : Militärdekan ist zu Gast bei „Kirche im Gespräch“

Der frühere Leiter der Notfallseelsorge der Kirche im Rheinland kümmert sich nun um Angehörige der Bundeswehr.

( Im Rahmen der Reihe „Kirche im Gespräch“ der Evangelisch-Lutherischen Martini-Gemeinde ist der aktuelle Militärdekan und frühere Landespfarrer der Notfallseelsorge im Rheinland, Dr. Uwe Rieske, zu Gast. Am Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr, wird er unter dem Titel „Kirche und Flecktarnanzug – von der Notfallseelsorge zur Militärseelsorge“ Interessantes aus seinem Aufgabenbereich berichten. Ort ist der Gemeindesaal an der Uelfestraße 15. Der Eintritt ist frei.

Gerade in diesen Extrembereichen ist Christsein und die Sache Gottes einbringen wichtig und herausfordernd zugleich, heißt es in der Ankündigung. Rieske wisse, auf lebhafte Art und Weise und gespickt mit ergreifenden Erfahrungsberichten, zu erzählen, wie es ist, den Glauben zu leben und zu vertreten, wenn es hart wird.

Seit 2018 ist Rieske Seelsorger auf der Hardthöhe in Bonn. Der Geistliche, der 1961 in Lübeck geboren wurde, hat sowohl Erfahrung als wissenschaftlicher Theologe – er ist habilitierter Kirchenhistoriker – als auch als Seelsorger. Er zählt zum Autorenteam für das „Geistliche Wort“ in WDR 5. Uwe Rieske ist verheiratet und hat sechs Kinder.

Seine Aufgabe als Militärdekan bestehe auch darin, den Soldatinnen und Soldaten Orientierung zu geben, hatte Rieske nach seiner Ernennung dem „Bonner General-Anzeiger“ erklärt. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit militärischer Aktionen stelle sich oft: „Was verteidige ich hier?“

Ein weiteres Gebiet sei die Seelsorge im Kommando Cyber- und Informationsraum. Dort seien die Militärangehörigen in einem „entgrenzten“ Bereich tätig – mit Folgen, die oft schwer abzuschätzen seien.

(s-g)