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Radevormwald Lena Rummenhöller hat den Grab- und Landschaftspflegebetrieb ihrer Eltern übernommen

Gärtnerbetrieb in Radevormwald : Landschaftspflege in zweiter Generation

Lena Rummenhöller hat den Betrieb ihrer Eltern übernommen. Die Grab- und Landschaftspflege Rummenhöller ist ihr Meisterbetrieb. Ihr Markenzeichen sind naturnahe Bepflanzungen. Auch eine moderne Buchhaltung ist wichtig für sie.

Die Grab- und Landschaftspflege Rummenhöller ist seit Mai der Meisterbetrieb von Lena Rummenhöller. Dass sie eines Tages das Unternehmen ihrer Eltern übernehmen würde, stand für sie schon fest, als sie noch Schülerin war. „Eigentlich habe ich da immer dran gedacht und deswegen auch meine Ausbildung zur Friedhofsgärtnerin 2006 begonnen“, sagt die Radevormwalderin.

Ihre Eltern Inge und Herbert haben das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt aufgebaut. „Mein Vater hat in der Mitte der 1970er-Jahre einen Minijob bei der katholischen Kirche als Totengräber angenommen. Das war der Ursprung des Familienbetriebs. Damals hat er die Gräber noch per Hand ausgehoben“, sagt Lena Rummenhöller.

Ab diesem Zeitpunkt wurden die Anfragen und Aufträge immer mehr. Bis Oktober 1994 hat Herbert Rummenhöller für die katholische Kirchengemeinde gearbeitet und dann ein Nebengewerbe angemeldet, das er 2005 zu einem Hauptgewerbe gemacht hat. „Ich bin eigentlich Schlosser und habe die Grabpflege lange Zeit nebenbei betrieben. Vor 14 Jahren hat es dann Sinn gemacht die Landschaftspflege hauptberuflich zu führen“, sagt Herbert Rummenhöller.

Zusammen mit seiner Frau hat er den Betrieb geleitet. Seine Tochter Lena hat ihre ersten Berufserfahrungen in ihrem Ausbildungsbetrieb in Hagen, aber von 2010 bis 2011 auch im elterlichen Betrieb gesammelt. „Danach habe ich zwei Jahre eine Weiterbildung gemacht und bin jetzt Friedhofsgärtnermeisterin und Agrarbetriebswirtin“, sagt die 30-Jährige.

Bevor sie die Grab- und Landschaftspflege im Mai übernehmen konnte, hat sie in den vergangenen sechs Jahren wieder im elterlichen Betrieb mitgearbeitet und ihn auch digitalisiert. „Ich kümmere mich nicht nur um die Konzepte für Gräber und Gärten, sondern auch um eine moderne Buchhaltung, die ich auch von unterwegs, über mein Smartphone einsehen kann.“

Mit Lena Rummenhöller hat sich der Familienbetrieb aus Önkfeld, der auf allen Friedhöfen in Radevormwald, aber auch in Beyenburg und Ennepetal gärtnerisch tärig ist, gewandelt. Unter ihrer Leitung werden die Gräber in Radevormwald immer häufiger mit Stauden bepflanzt.

Die naturnahe Bepflanzung ist ihr Aushängeschild. „In den Gräbern, die ich bepflanze summt und brummt es und diese Art der Grabpflege wird positiv angenommen. Die Rückmeldungen unserer Kunden sind ein gutes Feedback für mich.“ Sie liebt den Kontakt zu ihrer Kunden, die sie oft durch eine schwere Zeit begleitet.

Neben der Grabpflege bietet Lena Rummenhöller mit ihrem Team aber auch Landschaftspflegearbeiten an. Die Neugestaltung von Gärten ist zurzeit ebenfalls stark nachgefragt. „Wir bieten gärtnerische Arbeiten in jeder Hinsicht an und ich liebe meine Arbeit und bin sehr froh, dass ich den Betrieb meiner Eltern weiterführen kann“, sagt sie.

Ihr Vater arbeitet weiterhin aktiv mit und unterstützt das dreiköpfige Team. Mit ihrem kleinen roten Friedhofsauto ist Lena Rummenhöller bereits in ganz Radevormwald bekannt.

„Die Menschen kennen mich und vertrauen unserem Betrieb – und das soll auch in Zukunft so bleiben“, sagt sie.