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Radevormwald: Krimi-Autorin Martina Kempff liest aus ihrem neuen Buch

Autorenlesung in Radevormwald : Mörderische Spannung umgarnt die Zuhörer

Bei einer Autorenlesung gab Martina Kempff kleine Kostproben aus ihrem neuesten Krimi preis.

Ein kleiner Stapel Bücher liegt auf dem Stehtisch. Eines davon greift Martina Kempff, um es auf der ersten Seite signieren zu können. „Bitte für Barbara“, bringt Marianne Spielmann ihren Wunsch an. Gleich sechs Exemplare der Neuerscheinung eines Eifelkrimis möchte sie mit dem Namenszug der Autorin ausstatten lassen, um die Werke zu verschenken. „Ich bin eine wahnsinnige Freundin der Eifelkrimis. Ich habe bisher alle erschienen gelesen, und freue mich riesig auf das neue Werk“, erzählt sie. Für die Autorenlesung sei sie extra aus Wipperfürth nach Radevormwald gekommen.

„Eine Lesung von einem Autoren ist schon eine ganz tolle Sache“, schwärmt sie. Auf vielen gleichartigen Veranstaltungen sei sie schon gewesen und reise Martina Kempff gerne hinterher. „Ja richtig. Frau Spielmann habe ich schon häufig gesehen. Es freut mich, dass sie gerne meine Bücher liest“, so die Autorin.

Geduldig signierte Kempff am Donnerstagabend in der Bergischen Buchhandlung am Schlossmacher Platz ihr neustes Werk. „Es ist wirklich ein guter Krimi. Fast schon ein bisschen ein Thriller, aber nicht ganz so blutig“, verrät sie mit einem Schmunzeln. Krimis zu schreiben, ist ihre Leidenschaft. In ihnen verpackt sie ganz nebenbei auch kleine Liebesgeschichten oder heitere Episoden. „Ich transportiere gerne Liebesgeschichten oder Beziehungsgeschichten in Krimis. Einen reinen Liebesroman zu schreiben – ich glaube ich nicht, dass es mir so viel Spaß machen würde“, sagt Martina Kempff.

Die weitgereiste Autorin, Journalistin und Übersetzerin schreibt ihre kriminellen Geschichten so lebensnah, authentisch und glaubwürdig. Der Leser hat das Gefühl, inmitten dieser Geschichte zu sein. Ihr neuestes Werk trägt den Namen „Messer, Gabel, Kehr und Mord“. Weitere Krimis sind „Umkehrschuss“, „Knochen im Kehrricht“, „Einkehr zum tödlichen Frieden“ und „Wiederkehr“. Zu ihren ganz großen Erfolgen gehören auch historische Romane, wie „Die Königsmacherin“ oder auch „Die Gabe der Zeichnerin“. Schon mit sechs Jahren schrieb sie kleine Geschichten, die erste Veröffentlichung folgte erst 40 Jahre später.

Am Donnerstag las sie kleine Passagen aus ihrem Krimi, die Appetit auf mehr machten. „Es fällt mir immer sehr schwer, die Passagen, die ich vorlesen möchte, auszuwählen“, erzählt Kempff. Dabei schlägt sie ihre druckfrisches Buch auf, um auf die zahlreichen durchgestrichenen Seiten aufmerksam zu machen. „Diese alle habe ich schon bei anderen Lesungen ausgewählt.“ Ich lese immer etwas anderes aus meinem Buch vor“, so ihr Rezept.

Viele Bücherfreunde besuchten die abendliche Autorenlesung in der Buchhandlung. Unter ihnen auch zwei lesebegeisterte Freundinnen. „Ich bin ein großer Krimi-Freund. Aber ein Buch von Martina Kempff kenne ich noch nicht“, sagt Heide Richter. Ihre Begleiterin Ulrike Niklaus war zum „Schnuppern“ gekommen. „Ich kann mir vorstellen, dass ich heute Abend noch zu einem richtigen Krimi-Fan werde“, vermutete sie.

Alle Buchinteressierte konnten sich nach einem Gläschen Wein und Häppchen ganz auf eine kriminalistische Begebenheit einlassen.

(sig)