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Radevormwald; Kreisweit gab es bislang 13 Platzverweise

Corona-Krise in Oberberg : Kreisweit gab es bislang 13 Platzverweise

Die Zusammenarbeit zwischen Kreisordnungsamt, Ordnungsämtern und der Kreispolizeibehörde funktioniert sehr gut. So wird ein einheitliches Vorgehen bei den Kontrollen zur Einhaltung des Kontaktverbots sichergestellt.

In der Krise durch die Ausbreitung des Coronavirus bewährt sich der Kommunale Ordnungsdienst – das erklärte LandratJochen Hagt am Freitag in einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage im Kreisgebiet. Der Oberbergische Kreis, alle 13 kreisangehörigen Kommunen und die Kreispolizeibehörde hatten vor drei Jahren auf Initiative des Landrats die entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreisordnungsamt, den Ordnungsämtern der Kommunen und der Kreispolizeibehörde funktioniert sehr gut. So wird ein einheitliches Vorgehen bei den Kontrollen zur Einhaltung des Kontaktverbots sichergestellt“, sagte der Landrat. Auch die Kreispolizeibehörde ist mit dem Erfolg des Modells zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit den Bediensteten der örtlichen Ordnungsämter wird als positiv beschrieben. Ordnungsämter und Polizei stehen im engen Kontakt, die Kolleginnen und Kollegen tauschen sich aus, unterstützen sich oftmals gegenseitig und leisten Amtshilfe“, ergänzte Monika Treutler, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde.

Bislang hat das geschulte Personal von Polizei und Ordnungsämtern zumeist gute Erfahrung gemacht, wenn Personen angesprochen werden mussten. Auch in den Supermärkten, Tankstellen, Banken, Apotheken und öffentlichen Einrichtungen halten die Menschen den erforderlichen Abstand.

Manchmal müssen die Ordnungsdienste und Polizeibeamte allerdings doch tätig werden. „In einigen Fällen haben wir Bürgerinnen und Bürger angesprochen und vorsorglich auf die Einhaltung der Schutzverordnung hingewiesen. Vereinzelt haben wir kleinere Gruppen von drei bis sechs Personen festgestellt. Seit Erlass des Kontaktverbots am Montag, 23. März, haben wir kreisweit 13 Platzverweise ausgesprochen“, resümierte Treutler.

„Wir hören von vielen Menschen im Oberbergischen, dass sie froh sind, dass die Einhaltung des Kontaktverbotes konsequent kontrolliert wird. Über dieses Verständnis sind wir froh, denn es hilft den Bediensteten der Ordnungsbehörden vor Ort ihre Aufgaben zu bewältigen“, sagte Landrat Jochen Hagt.

Natürlich stelle das Kontaktverbot viele Menschen auf eine harte Probe. „Die Einschränkungen sind für uns alle von bislang unbekanntem Ausmaß, doch unbedingt erforderlich, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und so insbesondere Risikogruppen ausreichend zu schützen“, sagte der Landrat. „Ich appelliere deshalb nochmals an Sie: Verhalten Sie sich weiterhin diszipliniert, halten Sie sich weitestgehend zu Hause auf, vermeiden Sie Ansammlungen und geben Sie der Verbreitung des Coronavirus keine Chance!“

(s-g)