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Radevormwald: Kreative Zeit zu Hause verbringen

Freizeit in Radevormwald : Kreative Zeit zu Hause verbringen

Die meisten Menschen verbringen die Zeit der Corona-Pandemie in den eigenen vier Wänden. Freie Zeit können sie kreativ nutzen.

Die eigenen vier Wände sollten die Menschen in der aktuellen Pandemie, ausgelöst durch das Coronavirus, nur für Lebensmitteleinkäufe, Arbeit oder Einzelsport an der frischen Luft verlassen. Die freie Zeit zu Hause können auch die Radevormwald kreativ und produktiv nutzen. Handarbeiten lenken nicht nur ab, sondern schaffen auch einen kreativen Ausgleich und sind zudem gut für die Fingerfertigkeit und die Konzentration.

Elisabeth Rübsam ist Einzelhändlerin in Radevormwald und betreibt „Das Stoffkränzchen“ an der Kaiserstraße. Am Dienstag war sie zwar noch in ihrem Geschäft, aber Kunden durften bereits nicht mehr in den Laden. „Die Nachrichten waren zwar nicht eindeutig, aber ich habe mich dafür entschieden mein Geschäft nicht mehr zu öffnen“, sagt die Einzelhändlerin. Im Stoffkränzchen verkauft Elisabeth Rübsam nicht nur Materialien für Handarbeiten, sondern gibt auch viele Kurse und Anleitungen für kreative Ideen. Das Fachgeschäft ist ein kreativer Ort in der Innenstadt. Die Angebote müssen jetzt pausieren, aber die Liebe zur Handarbeit wird in dieser Zeit neu entdeckt. „Handarbeiten, wie Stricken und Häkeln, aber auch Nähen liegen wieder richtig im Trend. Im Zusammenhang mit mehr Achtsamkeit und Umweltschutz setzen die meisten Kunden auf Naturmaterialien“, sagt Elisabeth Rübsam. Jetzt, im Frühling, sind Pastellfarben, wie Rosa, Vanille oder Mintgrün sehr beliebt und werden zu leichten Jäckchen oder Westen, Tüchern oder Wohnaccessoires verarbeitet.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Inspiration können Interessierte online finden, gleiches gilt für konkrete Anleitungen. Nutzen können sie die freie Zeit aber auch für Handarbeitsprojekte, die lange liegen geblieben sind und darauf warten, endlich mal fertiggestellt zu werden. „Ich kenne viele Kunden, die große Projekte, wie eine Patchworkdecke oder einen Pullover, zur Seite gelegt haben, weil die Zeit für Handarbeiten dieser Art fehlt. In den kommenden Wochen werden diese Projekte sicherlich fertiggestellt, und ich freue mich darauf, die fertigen Ergebnisse zu sehen, sobald meine Kunden wieder in den Laden kommen können“, sagt Elisabeth Rübsam.

Wer bemerkt, dass ein Wollknäuel zur Fertigstellung eines Kleidungsstücks fehlt, muss sich nicht im Internet auf die Suche nach dem passenden Material machen, sondern kann den Einzelhandel vor Ort unterstützen. „Meine Kunden können sich per E-Mail an mich wenden, und ich suche dann die richtige Wolle aus meinem Lager heraus und verschicke sie.“ Die Inhaberin des Stoffkränzchens versucht durch diese Möglichkeit, auf die Geschäftsschließung aufgrund der Pandemie zu reagieren und einen Teil ihres Umsatzes zu retten.

Sie motiviert ihre Kunden auch, die freie Zeit dafür zu nutzen, vielleicht neue Häkel- und Strickmuster auszuprobieren, an die sie sich bisher nicht rangewagt haben. Der aktuelle Materialtrend ist die Bobbel-Wolle, die einen eindrucksvollen Farbverlauf kreiert. Im Trend liegt aber nicht nur selbst produzierte Mode, sondern seit vergangenem Jahr auch praktische und wiederverwendbare Haushaltshelfer. „Waschlappen oder Spüllappen kann man zum Beispiel auch aus Naturmaterialien häkeln. Der Trend gegen eine unnötige Müllproduktion wird immer größer“, sagt Elisabeth Rübsam.

Wer nicht stricken, häkeln oder nähen möchte, kann die freie Zeit aber auch dafür nutzen, um eigene Gemälde anzufertigen und der Kreativität, ganz ohne Vorlagen und Anleitungen, freien Lauf zu lassen.