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Radevormwald: Klinik-Besuche nur in Einzelfällen möglich

Krankenhäuser in Corona-Zeiten : Klinik-Besuche nur in Einzelfällen möglich

Weil in Radevormwald aktuell viele Infektionen verzeichnet werden, ist man im Sana Krankenhaus bei den Besucher-Regelungen vorsichtig.

Zu den Kliniken im oberbergischen Kreis, in denen Covid-19-Patienten behandelt werden, gehört auch das Sana Krankenhaus in Radevormwald. Doch nicht allein diese Tatsache, sondern die generellen Sicherheitsregeln, die während der Corona-Pandemie gelten, sind für die Mitarbeiter wie die Besucher in diesen Wochen eine Herausforderung. Angehörige dürfen Patienten derzeit nur sehr eingeschränkt besuchen.

„Aufgrund eines deutlich erhöhten Infektionsgeschehens in Radevormwald und Umgebung, hatten wir beschlossen, die Besuchsmöglichkeiten deutlich einzuschränken und im Sinne des Schutzes unserer Patienten und Mitarbeiter nur noch in begründeten  Einzelfällen Besuche zuzulassen“, erläutert  Bernd Siegmund, der Geschäftsführer des Sana Krankenhauses in Radevormwald. Die Besuche erfolgten je nach medizinischer Indikation und nach Rücksprache mit dem behandelnden Klinikarzt.

Dass dies für manche Menschen schwer ist, dessen ist sich der Geschäftsführer bewusst. „Dieser Schritt ist uns sicherlich nicht leicht gefallen, und wir werden Besuche wieder umfangreicher zulassen, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt.“

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Die Sana-Gruppe gehört zu jenen Klinikverbänden, die während der Corona-Pandemie einen Bonus an die Mitarbeiter weitergibt. Sana-Sprecherin Katharina Stratos teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit: „Wir gehören zu den Kliniken, die aufgrund eines erhöhten Aufkommens der Versorgung von Corona-Patienten die vom Bundestag für den Krankenhausbereich beschlossene Prämienzahlung anteilig erhalten.“ Diese würden nach den Vorgaben, die der Gesetzgeber festgelegt hat, weitergegeben. Zusätzlich sei im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) festgelegt, dass eine weitere Corona-Prämie von bis zu 600 Euro – unabhängig davon, ob individuell eine besondere Belastung durch infizierte Patienten bestanden hat – ausgezahlt werde. Stratos:  „Da wir diesen Tarifvertrag anwenden, erhalten unsere Pflegenden auch diese Sonderzahlung.“

Bernd Siegmund hatte bereits im November erklärt, das Krankenhaus sei auf die zweite Welle der Pandemie vorbereitet. Frühzeitig habe man das flächendeckende Tragen von FFP2-Masken umgesetzt. Zudem stünden, anders als beim Beginn der Pandemie in den Frühjahrsmonaten, inwischen Schnelltest zur Verfügung, so dass mögliche Infektionen frühzeitig erkannt werden könnten.