Radevormwald: Klickis Herausforderer lehnt erneute Kandidatur ab

Beigeordnetenwahl in Radevormwald : Camillo Garzen will sich in Rade nicht wieder bewerben

Das ging schnell: Schon am Mittwoch, einen Tag nachdem im Rat das erste Verfahren zur Beigeordnetenwahl abgeschlossen worden war, stellte die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite die Ausschreibung für die Beigeordnetenstelle wieder online.

Am Vorabend hatte eine knappe Mehrheit gegen den Antrag der CDU votiert, über die Formulierung der Ausschreibung noch einmal zu diskutierten.

Nun, nach dem Rückzug des eigentlich schon gewählten Christian Klicki, können sich wieder Bewerberinnen und Bewerber bei der Stadt melden. Einer wird jedoch mit Sicherheit nicht mehr im kommenden Bewerberfeld dabei sein: Camillo Garzen , der in der Ratssitzung am 10. Dezember gegen Klicki angetreten und die Abstimmung verloren hatte. In der „Soester Zeitung“, die auch aus Garzens Arbeitsort Welver berichtet, erklärt der 50-Jährige, er werde sich nicht noch einmal im Bergischen bewerben.

Die Tatsache, dass Garzens zunächst erfolgreicher Mitbewerber Christian Klicki nun „die Flinte ins Korn“ geworfen hat, wurde auch in Westfalen registriert. Doch obwohl der Weg für Camillo Garzen eigentlich wieder offen steht, erklärt er der „Soester Zeitung“, das Kapitel Radevormwald sei für ihn abgeschlossen. Das wird jene Fraktionen in Welver freuen, die Garzen eigentlich schon als künftigen Bürgermeister auf den Schild gehoben hatten und über seine Kandidatur Radevormwald irritiert waren, nämlich die SPD, Bündnis90/Grüne und die FDP.

Derweil gibt es nach der Ratssitzung Kritik an CDU-Ratsherr Ralf-Udo Krapp. Dieser hatte – wie auch andere Ratsherren der Christdemokraten – in der Ratssitzung am Dienstagabend erklärt, dass Bürgermeister Johannes Mans nicht mehr sein Vertrauen genieße. Die Reaktion kam prompt. Ein Kommentator auf Facebook meinte dazu: „Eigentlich sollte ein Herr Krapp sein Amt als stellvertretender Bürgermeister nach dieser Aussage schnellstens niederlegen.“