1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: Kita Sprungbrett bleibt „Haus der kleinen Forscher“

Kinderprojekt in Radevormwald : Kita Sprungbrett forscht weiter

Seit 2019 ist die Kita Sprungbrett „Haus der kleinen Forscher“. Jetzt ist die Einrichtung von dem Forscher-Netzwerk „:metabolon“ erneut zertifiziert worden.

Die Kindertagesstätte Sprungbrett unter der Leitung von Vera Hänel bleibt „Haus der kleinen Forscher“. 2019 wurde die Kita von dem Forscher-Netzwerk „:metabolon“ zertifiziert, in der vergangenen Woche erfolgte die Rezertifizierung des Projekts. „Das Haus der kleinen Forscher ist ein Projekt, das auf Dauer gestellt ist und alle Kinder, die unsere Kita besuchen, fördern soll“, sagt Vera Hänel.

Für sie, ihre Kollegen und die Kinder ist der Umgang mit naturwissenschaftlichen Themen mittlerweile zum Alltag geworden. „Im Haus der kleinen Forscher lernen die Kinder die Welt mit allen Sinnen kennen, stellen Fragen, erleben ihre Umwelt und experimentieren.“ Vera Hänel ist stolz darauf, dass alle vier Gruppen der Kita in das Projekt einbezogen werden. Auch die Waldgruppe profitiert von den Forscher-Angeboten.

An dem naturnahen Standort der Kita Sprungbrett gibt es einen Wahrnehmungsgarten, an einer anderen Station wird gematscht, an einer weiteren mit Zahlen jongliert. Ausstattungen, die den Forscher in den Mädchen und Jungen wecken, finanziert der Träger des Kindergartens zusammen mit dem Förderverein. Schulamtsleiter Jürgen Funke findet es wichtig, dass alle Kindertagesstätten einen thematischen Schwerpunkt haben. „Die Kita Sprungbrett hat sich auf die MINT-Fächer spezialisiert und bereitet ihre Kinder damit auf wichtige Aspekte des weiteren Bildungsweges vor. Dass die Kita ,Haus der kleinen Forscher’ bleibt, war uns allen wichtig“, sagte Funke.

Seit dem Auftakt des Projekts 2019 haben sich an der Herderstraße viele Materialien angesammelt, die für naturwissenschaftliche Experimente genutzt werden können und die im täglichen Einsatz sind. Ganz neu ist der Forscherwagen, der mit einer großen Wanne ausgestattet ist. Sie kann mit Erde, Matsch, Wasser oder anderen Materialien gefüllt werden. Am liebsten experimentieren die Kinder allerdings mit Wasser. „Das wird nie langweilig und ist für alle Kinder toll“, sagt Vera Hänel. Wenn der Forscherwagen mit Wasser gefüllt wird, können die Kinder testen, welche Gegenstände schwimmen und welche untergehen. „Kinder müssen eigene Erfahrungen machen und das immer wieder, nur dann verstehen sie Zusammenhänge“, sagt die Kita-Leiterin.

Die kleine Hannah sucht sich ein Stück Styropor aus der Materialien-Kiste aus und lässt es auf die Wasseroberfläche fallen. „Ich glaube das schwimmt“, sagt sie und behält recht. Die Quietsche-Ente, die Sascha zu Wasser lässt, dümpelt nur mit Mühe an der Wasseroberfläche. Die Kinder entdecken das Experiment „Was kann schwimmen?“ mit Begeisterung. Sie probieren das Schwimmverhalten einzelner Gegenstände mehrfach aus oder versuchen sie unter Wasser zu drücken. Das alles ist Teil des Experiments. Den Verlauf des Experiments malen sie im Anschluss auf. „Unsere Kinder können noch nicht schreiben und malen ihre Erkenntnisse und Beobachtungen deswegen, dafür gibt es Arbeitsblätter. Diese Aufzeichnungen gehören in das Portfolio jedes Kindes“, sagt Vera Hänel. Die Bildungsdokumentation ist ein wichtiger Bestandteil von Kindertagesstätten. „Wir halten die Entwicklung aller Kinder fest, darauf legen wir viel Wert. In einem Portfolio wird zum Beispiel auch festgehalten, wie groß ein Kind ist, oder wie es zuhause lebt.“

Wenn die Mädchen und Jungen der Kita Sprungbrett nicht gerade mit Wasser experimentieren, bauen sie kleine Stromkreisläufe oder lernen Pipetten kennen. Die Lebenswelt von Kindern wird in dem „Haus der kleinen Forscher“ zu einem Entdeckungsraum voller Erfahrungen und Beobachtungen. „Wir haben einen Bildungsauftrag und der naturwissenschaftliche Schwerpunkt hilft uns dabei. Die Fortbildungen, die uns über „:metabolon“ ermöglicht werden, bereichern unsere Arbeit“, sagt Vera Hänel. Sie und ihr Team wollen die Kita Sprungbrett auch in den kommenden Jahren als Forscher-Haus weiterführen.