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Radevormwald: Katholischer Kindergarten feiert 50-Jähriges

Kita St. Marien in Radevormwald : Ein Ort für Kinder seit 50 Jahren

Im Jahr 1970 wurde die Einrichtung eingeweiht. Was klein begann, ist heute ein Familienzentrum, in dem 40 Kinder betreut werden. Im Jubiläumsjahr haben die Kinder auch den Weihnachtsbaum im Rathaus geschmückt.

50 Jahre ist es jetzt her, dass sich die katholische Pfarrgemeinde St. Marien über die Einweihung des neuen Kindergartens an der Blumenstraße in Radevormwald freuen durfte. „Der Kindergarten wurde am 18. November des Jahres 1970 feierlich eingeweiht“, sagt die heutige Leiterin Michaele Sippel. Und die Zeit an der Blumenstraße ist im vergangenen halben Jahrhundert keineswegs stillgestanden. Denn aus dem kleinen Kindergarten ist heute eine moderne Kindertagesstätte geworden. Konzeptionell und von der Einrichtung her hat sich in den vergangenen 50 Jahren dort eine ganze Menge getan.

Heute werden 40 Kinder ab zwei Jahren von acht Erzieherinnen in zwei Gruppen betreut. Das war nicht immer so, weiß Michaela Sippel. „Früher war der Kindergarten eher für drei- bis vierjährige Kinder bis zur Einschulung vorgesehen“, sagt die Leiterin. Das sei nicht nur in der katholischen Kita so gewesen, sondern ganz allgemein.

Die Kinder der Kita St. Marien haben im Jubiläumsjahr den Baum im Rathaus geschmückt – mit ein wenig Hilfe der Mitarbeiter. Foto: Stadt Radevormwald

Mit den sich verändernden Berufs- und Lebenswelten der jungen Eltern werde eine Betreuung der Kinder auch schon ab dem zweiten Lebensjahr immer öfter notwendig. „Und so betreuen wir heutzutage auch viele U3-Kinder in unserer Einrichtung“, sagt Sippel.

Der neue Weihnachtsbaum im Rathaus. Foto: Stadt Radevormwald

Die gute Arbeit der Kindertagesstätte spreche offenbar für sich, sagt Michaela Sippel weiter. „Viele unserer ehemaligen Kindergartenkinder bringen nämlich jetzt ihre eigenen Kinder zu uns. Das macht uns natürlich stolz und zeigt ein großes Vertrauen der Menschen in Radevormwald in unsere Arbeit. Und das seit vielen Jahren! Die Kinder sind stets der Mittelpunkt unserer Arbeit und ihre Entwicklung liegt uns sehr am Herzen“, berichtet die Leiterin. Es könne schließlich kein schöneres Kompliment geben, als wenn man sich daran erinnere, wo man selbst in den Kindergarten gegangen sei, wenn es um die Betreuung der eigenen Kinder gehe.

Die Kindertagesstätte ist in guter Tradition immer eng mit ihrem Träger verwachsen geblieben, dem heutigen Kirchengemeindenverband Radevormwald-Hückeswagen. Zu Gründungszeiten des Kindergartens habe es sich dabei natürlich noch um die eigenständige Pfarrei St. Marien gehandelt. „Es besteht ein enger Austausch, um den Kindern und Eltern eine moderne Einrichtung mit zeitgemäßer Pädagogik bieten zu können, in der sich Kinder entwickeln, entfalten und entdecken dürfen – und dabei gezielt gefördert werden“, sagt die Leiterin. In diesem Zusammenhang wolle sie auch auf die zahlreichen und auf die pädagogische Arbeit abgestimmten Erweiterungen der Einrichtung sowie Umbauten der Innenräume. „Damit wollen wir erreichen, immer den Bedürfnissen der Kinder sowie der stetigen Weiterentwicklung zu entsprechen“, sagt Michaela Sippel.

In den vergangenen Jahren habe sich zudem die Konzeption der Einrichtung dahingehend verändert, dass vermehrt Kinder mit Förderbedarf betreut würden. „Wir arbeiten eng im Verbund mit den beiden Hückeswagener Einrichtungen, der Kindertagesstätte St. Mariä Himmelfahrt und der ökumenischen Kita St. Katharina auf Wiehagen als ein starkes Team zusammen“, betont die Kita-Leiterin.

Eigentlich sei für die Feier des halben Jahrhunderts des Bestehens bereits im Frühjahr ein großes Jubiläumsfest geplant gewesen. „Doch da haben wir die Rechnung ohne das Virus gemacht“, sagt Michaela Sippel. Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie habe es unmöglich gemacht, den ersten Termin wahrzunehmen – und auch im Herbst klappte es wegen der wieder steigenden Infektionszahlen leider nicht. „Wir hoffen aber sehr, dass wir das Fest dann im kommenden Jahr in gebührender Weise nachholen können“, sagt Michaela Sippel.

In ihrem Jubiläumsjahr haben die Kinder der Kita St. Marien die Aufgabe übernommen, den Weihnachtsbaum im Rader Rathaus zu schmücken. Wegen Corona musste ein wenig improvisiert werden: Im Kindergarten haben haben die Kleinen in den vergangenen Tagen gebastelt und vorbereitet, Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung haben den Baum schließlich geschmückt.

Der Baum steht im „Blauen Salon“ und kann, da das Rathaus für Besucher wegen der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen bleiben muss, von der Hohenfuhrstraße aus bewundert werden.