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Radevormwald: Karnevalszug findet entgegen allen Gerüchten statt

Närrische Zeit in Radevormwald : „Karnevalszug findet selbstverständlich statt“

Die RKG weist Gerüchte zurück, nach denen die Veranstaltung ausfallen soll. Im Gegenteil: Teilnehmer können sich noch anmelden.

Karneval, das steht eigentlich für Spaß und gute Laune, doch auch einem Karnevalist wie Dominik Betz kann mal der Spaß vergehen. Nämlich dann, wenn ihm Gerüchte zu Ohren kommen, dass der Radevormwalder Karnevalszug in diesem Jahr angeblich nicht stattfinden soll.

„Der Karnevalszug findet selbstverständlich wie jedes Jahr statt“, bekräftigt der Vorsitzende der Großen Radevormwalder Karnevalsgesellschaft Rot und Weiß von 1980. „Wir verstehen nicht, woher diese Gerüchte stammen.“

Auch auf einer Radevormwalder Facebook-Gruppe hat Dominik Betz nun noch einmal klar gestellt, dass an den Gerüchten von einer Absage des Zuges nichts dran ist. Am Karnevalssamstag, 22. Februar, wird sich der „närrische Lindwurm“ in Bewegung setzen.

Das Einzige, was sich geändert hat, ist die Einführung eines generellen Glasverbotes. „Dieses Verbot gab es zwar schon im vergangenen Jahr, aber das Ordnungsamt hat uns gebeten, dieses Thema noch einmal stärker in die Öffentlichkeit zu bringen“, sagt der Vorsitzende.

Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass es zu Schnittverletzungen kommt. Für den Fall, dass es doch zu Blessuren kommt, stehen die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes bereits. Das Ordnungsamt der Stadt wird beim Zug wieder nach dem Rechten sehen und auch ein Auge auf jene haben, die meinen, an Hauswände oder in Gärten urinieren zu müssen.

Der Zug wird am Karnevalssamstag um 14.11 Uhr am ehemaligen Kirmesplatz an der Uelfestraße starten. Auf dem Marktplatz werden die ersten Stände bereits um 12 Uhr öffnen.

Auch wenn es nicht mehr allzu lang bis dahin dauert, können sich noch Teilnehmer für den Karnevalszug melden, erklärt Dominik Betz. „Wir würden uns über jeden Kurzentschlossenen freuen, der noch eine Fußgruppe oder einen Wagen anmelden möchte“, versichert der Vorsitzender der RKG. „Selbstverständlich stehe ich auch mit Rat und Tat zur Seite, falls sich jemand dazu bereit erklärt, nächstes Jahr einen Wagen zu stellen.“

Es sei ein ganz besonderes Erlebnis für Erwachsene und besonders für Kinder, auf einem Wagen mitzufahren, die Menschenmassen zu bestaunen und Kamelle zu werfen. „Um sich davon ein Bild zu machen, kann man auch auf unserem Gesellschaftswagen mitfahren“, erklärt der Karnevalist. Dazu solle man einfach die Mitglieder oder direkt die Vorstandsmitglieder des Vereins ansprechen. Von jedem Teilnehmer werde ein Unkostenbeitrag erhoben, damit genug Wurfmaterial zur Verfügung stehe.

Grundsätzlich gilt: Die Teilnahme an dem Zug ist kostenlos, lediglich um die Kostüme, eventuell um einen Wagen und um die Kamelle müssten sich die Gruppen selber kümmern. Eine Einkaufsberechtigung können Interessierte vom RKG erhalten. Wer sich anmelden möchte, kann dies bequem über die Internetpräsenz www.karneval-radevormwald.de tun.

Mit dabei wird in diesem Jahr wieder das Damen-Dreigestirn der RKG Rot-Weiß sein, das sozusagen ein Jahr dran gehängt hat: Martina Bisterfeld als Prinz, Simone Enneper als Jungfrau und Patricia Ebbinghaus als „Bauer Trixi.“ Eine Galasitzung wird es in diesem Jahr allerdings nicht geben – da können sich die Jecken die ganze Energie zum Feiern für den „Zoch“ aufsparen.

Auch nach dem Zug wird weitergefeiert. Um 17 Uhr die beliebte „After-Zoch-Party“, dieses Mal nicht in der GGS Stadt, sondern im Bürgerhaus. Laut dem Veranstalter Sven Schreiber waren die Karten für die Feier in Rekordzeit ausverkauft. Auf dem Marktplatz wird nach dem Zug ein DJ bis etwa 22 Uhr die Jecken bei guter Laune halten.