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Radevormwald: Karnevalsgesellschaft "Rua Kapaaf" lädt wieder zur "Kölschen Weihnacht" ein

Karneval in Radevormwald : „Rua Kapaaf“ präsentiert Orden mit Bus

Die Jecken aus Radevormwald stecken bereits tief in der neuen Session. Mit ihrem aktuellen Orden greifen sie ein lokalpolitisches Thema auf. Und zur „Kölschen Weihnacht“ begrüßen sie auch einen prominenten Gast.

Dass im Karneval politische Themen aufs Korn genommen werden, ist eine gute Tradition. Auch die Karnevalsgesellschaft Kunterbund „Rua Kapaaf“ in Radevormwald hat mit ihrem Orden für die kommende Session ein lokalpolitisches Thema aufgegriffen. Im sechsten Jahr ihres Bestehens orientieren sich die Jecken von „Rua Kapaaf“ wieder am aktuellen Kölner Karnevalsmotto der Session, das lautet „Et Hätz schleiht im Veedel“ (Das Herz schlägt im Viertel). Und so wandeln die Rader das Motto für sich um: „Das Herz von RUA schlägt in den Dörfern“.

Ein Thema, dass in den „Dörfern“ im Tal der Wupper derzeit diskutiert wird, haben die Narren aufgegriffen. Der neue Orden, den nun Präsident Dirk Finger sowie Gründer und Senatspräsident Thomas Lorenz vorstellten, zeigt einen Bus. Laut Lorenz verweist das auf den Bürgerbus und den neuen Quartierbus „Wupperaner“. Letztere soll die Mobilität in den Wupperorten fördern. „Ein Vorhaben, das zu mancher Diskussion führte und so eine Steilvorlage für den durchaus politischen Karneval in Radevormwald liefert“, heißt es in einer Mitteilung von „Rua Kapaaf“. Denn beim Bürgerbusverein ist man über das Parallelangebot in den Wupperorten nicht gerade erfreut (unsere Redaktion berichtete).

Auch Hausmann Jürgen Beckers kommt nach Rade. Foto: Rua Kapaaf

Originelle Orden haben die Mitglieder bereits in den vergangenen Jahren vorgestellt – zwei Mal wurden dabei kommunale Gebiete dargestellt, so die Umrisse der Stadt Radevormwald und jener des Kreises Kleve mit angehängter Stadt Remscheid.

Die Termine von Rua Kapaaf für die kommende Karnevalszeit stehen bereits fest. Erster Höhepunkt der kommenden Session ist – auch schon zum 6. Mal – die Kölsche Weihnacht am 4. Dezember ab 20 im Bürgerhaus. „Geschichten, die das Leben schreibt und das nicht nur zur Weihnachtszeit“ lautet das Motto von Hausmann Jürgen Beckers, der den adventlichen Abend gestaltet. In der Kabarett- und Karnevals-Szene ist Beckers längst eine Größe. Um nicht mit Jürgen Becker, den Moderator der „Mitternachtsspitzen“ verwechselt zu werden, hat sich der aus Alsdorf stammende Lehrer das Pseudonym „Jürgen B. Hausmann“ gegeben. Bekannt wurde er einer breiten Öffentlichkeit unter anderem durch seine Auftritte bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“ in Aachen. Außerdem war er im ZDF in der Sendung „Karnevalissimo“ zu sehen.

Der neue Orden von Rua Kapaaf zeigt den Bürgerbus. Foto: Rua Kapaaf

Prominente Gäste haben die Organisatoren von „Rua Kapaaf“ schon in den vergangenen Jahren auf die Bühne in Radevormwald gebracht. So waren bereits die „Paveier“, eine der bekanntesten Kölner Karnevalsbands, im Bürgerhaus mit dabei. Beim „Kunterbunten Bürgerhaus“ im März diesen Jahres war Bernd Stelter zu Gast, ebenfalls ein Star der Szene. Kein Wunder, dass diese Sitzung meist rasch ausverkauft ist. Gute Kontakte pflegt Thomas Lorenz, der aus Köln stammt, zu der dortigen Karnevals-Szene und kann daher überregionale bekannte Musiker und Büttenredner in die Bergstadt holen.

Am 7. Dezember geht es im Terminkalender weiter, dann findet eine Weihnachtsfeier für die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft statt. Auf dem Weihnachtsmarkt, der vom 13. bis 15. Dezember in der Innenstadt stattfindet, werden die Karnevalisten ebenfalls vertreten sein. Nächster Termin ist dann am 20. Februar 2020 der Rathaussturm an Altweiber. Das „Kunterbunte Bürgerhaus“ am 21. Februar ist bereits ausverkauft. Am Tag darauf ist in Rade Karnevalszug und am 26. Februar findet die „Session“ 2019/2020 dann mit einem Fischessen den Abschluss. Eins wird allerdings in diesem Jahr fehlen: „Wir von ,Rua Kapaaf’ haben keine Tollitäten“, räumt Thomas Lorenz ein. „Auch kein Kinderprinzenpaar.“

Die Vorbereitungen für die Session 2020/2021 sind übrigens schon weit gediehen, verrät der Senatspräsident. „Die ersten Verträge sind bereits unterschrieben – und ich kann versprechen, dass es wieder ein tolles Programm wird.“