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Radevormwald: Jugendtreff „Life“ hofft auf weitere Förderung

Jugentreff auf der Brede : Das „Life“ hofft auf weitere Förderung

2,5 Stellen des Jugendtreffs „Life“ werden über ein Förderprogramm finanziert. Die Stellen sind zunächst nur bis Ende des Jahres gesichert.

Der Jugendtreff „Life“ auf der Brede ist ein wichtiges Teilprojekt des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Wupper. Die Projekte und Stellen, die über den Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werden, sind bisher nur bis zum 31. Dezember gesichert. „Bislang war es nicht möglich eine Projektverlängerung oder ein Folgeprojekt zu beantragen, da der Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung Köln, die Förderschwerpunkte des Europäischen Sozialfonds für 2021 nach wie vor nicht vorliegen“, sagt Peter Horn, Leiter des Jugendamtes in Radevormwald.

Er und sein Team sind allerdings darauf vorbereitet, nach Bekanntgabe der Förderschwerpunkte schnell einen passgenauen Förderantrag einzureichen. „Wir wollen verhindern, dass die hervorragende Entwicklung des Life unterbrochen wird oder gar auf die Möglichkeiten zurückgeführt werden muss, die mit einer Vollzeitkraft realisierbar sind“, sagt Peter Horn.

Der Leiter des Jugendtreffs Jochen Pries wird dank der Förderung von drei weiteren Mitarbeitern unterstützt. Die Arbeitsverträge der 2,5 Vollzeit-Personalstellen laufen Ende des Jahres aus. „Nicht nur die Personalstellen werden über die Förderung finanziert, sondern auch Programm- und Investitionskosten in das Life.“

Wie gut sich der Jugendtreff in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat, lässt sich an zahlreichen Projekten erkennen. Die Strukturdaten, die dank des InHK Wupper erhoben wurden, zeigen, dass es in den Wupperorten überdurchschnittlich viele Familien mit sozialen Problemlagen wohnen. Ein gut entwickeltes Hilfsangebot für Familien und Jugendliche ist in diesem Quartier besonders wichtig. Der Jugendtreff hat mit bedarfsorientierten Angeboten reagiert und sein Programm mit den Projekten „Gesundes Aufwachsen“ und „Push to Life“ gestärkt.

Das Projekt „Gesundes Aufwachsen“ fokussiert sich auf die physische und psychische Gesundheit junger Menschen. Strategische Maßnahmen, wie Förderung der Bewegung von Kindern und Jugendlichen oder schwangerschaftsbegleitende Unterstützung für junge Mütter, sind Angebote zur Verwirklichung dieses Oberziels.

„Push to Life“ richtet sich an junge Erwachsene, die sich im Übergang zwischen Schule und Berufsleben, also Studium oder Ausbildung, befinden. Unter der Leitung von Kevin Cords wurden Jugendliche unter anderem bei der Suche nach Ausbildungsplätzen oder dem Schreiben von Bewerbungen unterstützt. Er hat sich auch für die Stärkung des Netzwerkes zwischen Rader Unternehmen und jungen Erwachsenen eingesetzt.

Die aktuelle Auswertung der Wirksamkeit dieser Projekte zeigt eine tägliche Besucherzahl von 55 Personen im „Life“ mit steigender Tendenz. Noch besser wird der Jugendtreff agieren können, sobald die baulichen Veränderung umgesetzt werden, die ebenfalls zu der Förderkulisse gehören. „Die erwartete räumliche Erweiterung des Life sowie der Austausch und die Erneuerung der Arbeitsmaterialien, verspricht für die nahe Zukunft eine weitere Ausweitung kreativer Angebote zur Umsetzung der konzeptionellen Ziele für die Menschen in den Wupperorten“, sagt der Jugendamtsleiter.

Die inhaltlichen Planungen für 2021 werden stark an der Fortschreibung der Förderung liegen. „Die baulichen Erweiterungen können nur optimal genutzt werden, wenn Mitarbeiter beschäftigt werden, die das Life mit hochwertigen Angeboten bespielen“, sagt Peter Horn. Er und die Mitarbeiter des „Life“ hoffen deshalb auf eine Übernahme, der im Projekt mitarbeitenden Beschäftigten oder eine Verlängerung der Förderung.