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Radevormwald: Initiative für Artenschutz erhält Rückhalt aus Politik

Umweltschutz in Radevormwald : Artenschutz-Initiative erhält nun Rückenwind aus Politik

Auch in Radevormwald sammeln Naturschützer seit Monaten Unterschriften für das Anliegen, allerdings macht das die Pandemie nicht leicht. SPD, Grüne und Linke auf Kreisebene demonstrieren nun Unterstützung.

Die Mitglieder des Bergischen Naturschutzvereins (RBN) haben auch in Radevormwald in den vergangenen Monaten, so gut es während der Pandemie ging, für die „Volksinitiative Artenvielfalt“ geworben.

Nun bekommen die Naturschützer aus der Kreispolitik Rückhalt. In einer gemeinsamen Resolution haben die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Grüne und Linken die Kreisverwaltung aufgefordert, die Sammlung von Unterschriften für die Initiative in den Gebäuden des Kreises zuzulassen und die entsprechenden Listen dort offen auszulegen. Auch sollen die kreiseigenen Schulen empfehlen, sich mit den Zielen der Initiative zu beschäftigen. Zudem möchten die drei Fraktionen, dass die Anliegen „in eine Biodiversitätsstrategie“ des Kreises überführt werden sollen. „Die zunehmende Versiegelung und eine vielen Tierarten abträgliche Architektur greifen immer stärker in die Lebensgemeinschaften ein“, heißt es in der Begründung. „Daher gilt es, unsere Städte naturnäher und damit lebenswerter zu machen.“ Seit Jahrzehnten gebe es einen dramatischen Verlust an Tier- und Pflanzenarten. Vor allem der Rückgang von Insekten und Vögeln führe deutlich vor Augen, dass man in vielen Handlungs- und Politikfeldern grundlegend umsteuern müssen.

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Kathi Hentzschel, die Geschäftsführerin des Bergischen Naturschutzvereins in Radevormwald, hatte im Gespräch mit unserer Redaktion jüngst angekündigt, bei einer Entspannung der Corona-Lage wieder vermehrt in der Öffentlichkeit, etwa auf dem Radevormwalder Marktplatz, um Unterschriften zu werben. Bis Juni haben die Mitglieder des Vereins dazu noch Zeit. Die angestrebte Marke sind mindestens 2000 Unterschriften.

Die „Volksinitiative Artenvielfalt“ wird von den Naturschutzbünden im NRW organisiert. Ziel ist es, den Landtag dazu zu bringen, über konkrete Handlungsvorschläge zur Artenvielfalt zu beraten. In Bayern hatte eine solche Initiative bereits Erfolg, dort hatten sich rund eine Million Menschen beteiligt.

(s-g)