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Radevormwald: In Feldmannshaus gehen die Arbeiten weiter

Baugebiet in Radevormwald : Feldmannshaus – Arbeiten auf künftigem Gewerbegebiet laufen

Auf dem Gebiet an der B 229 sollen im Zuge der Planung für das Gewerbegebiet Ost neue Flächen für Firmen entstehen. Doch es gab enorme Probleme.

Einem aufmerksamen Leser sind die Arbeiten auf dem Gelände des künftigen Gewerbegebietes in Feldmannshaus nicht entgangen. Kaum hatte schweres Gerät die Arbeit wieder aufgenommen, blieb das nicht unentdeckt. Und in der Tat: Seit Freitag vergangener Woche tut sich wieder was auf dem großen Areal, nachdem das Gelände zuletzt längere Zeit brach lag.

Auf dem 8,5 Hektar großen Grundstück sollen 20 Grundstücke entstehen. Flächen von 2000 bis 10.000 Quadratmetern sollen veräußert werden, so der Planungsstand aus dem Jahr 2016. Und an diesem Stand hat sich auch bis heute nichts geändert, versichert der Erste Beigeordnete und Kämmerer Frank Nipken. „In der Tat haben wir jetzt endlich einen Unternehmer gefunden, der das kontaminierte Erdreich abträgt“, berichtet Nipken. Über alle weiteren Konditionen sei allerdings Stillschweigen vereinbart worden. „Wir sind einfach nur froh, dass es dort jetzt endlich weitergeht“, sagt der Kämmerer.

Die Entwicklung des Gewerbegebietes Feldmannshaus im Osten von Radevormwald bereitet Verwaltung und Politik schon länger große Sorgen. In der Sitzung des Stadtrates im September 2018 teilte der Bürgermeister mit, dass die ersten Bodenuntersuchungen unauffällig verlaufen seien. „Wir haben nichts Heikles gefunden“, hatte Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes, der BM mitgeteilt. Trotzdem gebe es noch einige Komplikationen.

Zur Erinnerung: Auf dem Gebiet an der B 229 sollen im Zuge der Planung für das Gewerbegebiet Ost neue Flächen für Firmen entstehen. Mit dem ersten Unternehmen, dass die Fläche bebaubar machen sollte, kam es zu einem Rechtsstreit. Nachdem bis 2012 etwa 300.000 Kubikmeter Erde angekippt und verdichtet worden war, ging es nicht mehr weiter.

Auch der zweite Versuch 2016 mit einer Hildener Firma scheiterte: Das Unternehmen ist inzwischen insolvent. Und die Frage steht noch im Raum, ob die Verdichtung des Bodens ausreichend ist. Rechtlich unklar war, was mit dem angehäuften Erdreich passieren soll, das die Firma hinterlassen hatte. Ein Teil könne verwendet werden, doch es gebe auch einen großen Anteil von Bauschutt, der entsorgt werden müsste, hieß es.

Zu allem Überfluss wurde die brach liegende Fläche illegal zur Müllentsorgung im großen Stil genutzt. Die Verwaltung versuchte gegenzusteuern, indem das Gelände abgesichert wurde.

Der ursprüngliche Plan, dass die Gewerbeflächen bis Ende 2018 zur Verfügung stehen, konnte nicht gehalten werden. Jetzt spricht Frank Nipken davon, dass die Fläche bis spätestens Ende 2020 aufgefüllt sein soll. Dann könnte endlich der Kanal- und der Straßenbau beginnen. Zu weiteren Details wolle sich die Stadt nicht äußern. „Wir hoffen jetzt, dass alle alten Probleme gelöst werden können, weil wir jemanden gefunden haben, der die kontaminierten Böden abträgt“, sagt Nipken.