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Radevormwald: In der lutherischen Kirche fand nach zwei Monaten wieder ein Gottesdienst statt

Lutherische Kirche Burgstraße : Ein Gedankengang zu Christi Himmelfahrt

Zwei Monate war die lutherische Kirche geschlossen. Pfarrer Philipp Müller und Pfarrerin Manuela Melzer begrüßten am Donnerstag ihre Gemeinde zu einem gesegneten Gedankengang durch die Kirche.

Die Türen der lutherischen Kirche standen an Christi Himmelfahrt endlich wieder offen. Nachdem die Kirche aufgrund der Pandemie für zwei Monate geschlossen war, empfing sie am Donnerstag wieder Gläubige. Pfarrer Philipp Müller und Pfarrerin Manuela Melzer begrüßten ihre Gemeinde zu einem gesegneten Gedankengang durch die Kirche an der Burgstraße. Zwischen 10 und 12 Uhr machten sich einige Männer und Frauen auf den Weg in die Kirche, um an neun Stationen die Geschichte der Himmelfahrt nach und nach zu lesen und sie mit persönlichen Eindrücken zu verknüpfen und zu vertiefen.

Dass die Kirchen jetzt wieder für die Öffentlichkeit geöffnet sind, ist für viele Gemeindeglieder ein Segen. Andere bleiben vorsichtig und warten mit ihrem ersten Kirchgang nach dem Beginn der Corona-Krise noch etwas. „Die Menschen zögern noch. Für den Gottesdienst am Sonntag haben wir bis jetzt sechs Anmeldungen“, sagt Manuela Melzer, die am Sonntag zusammen mit Pfarrer Müller den Gottesdienst halten wird. Insgesamt wird es in der Kirche 24 Plätze geben. „Wir werden den Gottesdienst weiterhin im Livestream übertragen“, sagt die Pfarrerin. „Wir haben mit diesem Schritt einen neuen Weg gefunden, um uns zu vernetzen und Altersgruppen anzusprechen, die sonst nicht am Gottesdienst teilnehmen. Trotzdem ist es wichtig, dass die Kirchen wieder öffnen“, sagt Philipp Müller. Der Pfarrer freut sich darauf, dass diese Woche auch wieder Gemeindeglieder in die Kirche kommen und er nicht ausschließlich mit Gläubigen über den Bildschirm kommunizieren muss.

Der Gedankengang zu Christi Himmelfahrt erzählte am Donnerstag nicht nur die Apostelgeschichte, sondern stellte auch immer wieder aktiv Bezug zum eigenen Glauben her. So konnten die Besucher über die Bedeutung ihrer eigenen Taufe nachdenken und die Macht Gottes in Psalmen, wie „Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich“ entdecken. Mit Ausblick auf Pfingsten entdeckten die Besucher des Gedankengangs die Symbole des Heiligen Geistes, zündeten Kerzen an, genossen Momente der Stille und dachten darüber nach, wie es sein wird, wenn Jesus wiederkommt. „Alle Sehnsüchte und Ängste haben ein Ende“ schrieb ein Besucher auf einen Zettel. Ein anderer schrieb „Wahrer Frieden“ auf. Am Ende des Rundgangs durch die Kirche segnete Pfarrer Philipp Müller alle Besucher. Außerdem konnten sie ihr Gebet aufschreiben und für alle sichtbar in die Kirche hängen.