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Radevormwald: IG Birmarck organisierte zwei Ausfahrten für Zweiräder

Veranstaltung in Radevormwald : Auf zwei Rädern durchs Wochenende

Die Veranstaltung der IG Bismarck wurde gut angenommen. Nach den Motorrädern am Samstag folgten am Sonntag die Fahrräder.

Unter der Gesamtleitung von Hartmut Behrensmeier stellte die IG Bismarck am Wochenende zwei Ausfahrten auf die Beine, die sich an Motorradfahrer und Fahrradfahrer richteten.

Das bewegte Wochenende startete am Samstag mit der Buderus-Ausfahrt historischer Motorräder, die über 50 Teilnehmer verzeichnete. Einer von ihnen war Bürgermeister Johannes Mans, der die 85 Kilometer lange Strecke in einem Beiwagen zurücklegte. „Das war eine berauschende Fahrt, die mir sehr viel Spaß gemacht hat“, sagte er. Auch am Sonntag, zur E-Bike-Tour, war Bürgermeister Mans zurück an der Schlossmacher-Galerie, die erneut Start- und Zielpunkt der Ausfahrten war.

Die Logistik des Veranstaltungswochenendes wurde in ein leer stehendes Ladenlokal verlegt. „Die Anmeldungen unter der Berücksichtigung unseres Hygienekonzeptes haben gut funktioniert. Der Aufwand war enorm, aber wir sind zufrieden“, sagte Hartmut Behrensmeier. Dass er und sein Team trotz der Corona-Krise ein Wochenende der Zweiräder organisiert haben, findet Johannes Mans toll. „Wir müssen in dieser Zeit zusammenhalten und dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Deswegen wird auch heute nicht gekniffen“, sagt der Bürgermeister, der die E-Bike-Tour, also 27 Kilometer durch das Bergische Land, mitfuhr. Getrübt wurde die E-Bike-Tour und die der historischen Fahrräder am Sonntag allerdings durch den anhaltenden Regen.

Passend zum Tag der Deutschen Einheit war am Samstag auch eine Gruppe mit dem DDR-Kultmoped Simson mit von der Partie. Foto: Michael in't Zandt

„Heute trauen sich nur die Hardliner auf die Straße“, sagte Dieter Kasper, Mitglied der IG Bismarck. Nach dem Startschuss machten sich 15 E-Bikes auf den Weg. Die touristisch geführte Strecke wurde unter anderem von Sabine Krämer-Kox als Guide begleitet. Die Mitarbeiterin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) informierte am Sonntag nicht nur über die modernen Zweiräder, sondern entdeckte die Strecke auch selber. „Der E-Bike Boom hält weiterhin an, und das gilt besonders für das Bergische Land. Dank der E-Bikes können jetzt auch die Berge und Täler bequem befahren werden“, erklärte sie. Die Infrastruktur für Fahrräder bewertet die Expertin als ausbaufähig. „In den vergangenen Jahren ist schon viel passiert, aber da ist natürlich noch Luft nach oben.“ Nicht nur der ADFC begleitete die Veranstaltung mit einem Info-Stand, sondern auch die Polizei.

Mike Gürgens mag es lieber altmodisch. Er gehörte zu den drei Startern, die sich der 23 Kilometer langen Strecke für historische Fahrräder stellten. Eine Herausforderung war das für ihn nicht wirklich. „Ich fahre mit historischen Fahrrädern Langstrecke, also quer durch Deutschland. Ich finde es toll, mit dem alten Material unterwegs zu sein. Das macht einfach Spaß“, sagt er. An der Ausfahrt für historische Fahrräder nahm er auf seinem grünen Bismarck-Sportrad aus dem Jahr 1952 teil. „Das Fahrrad hat vier Gänge und einen leichten Doppelrahmen. Ein richtiges Sportrad“, sagt der Nostalgiker. Während sich die übrigen Teilnehmer mit Regenjacke vor dem Nieselregen schützten, stieg Mike Gürgens, ganz altmodisch und stilgerecht, in Wollkleidung auf sein historisches Fahrrad.

Für die Ausfahrten der IG Bismarck wurden in diesem Jahr, aufgrund des gestiegenen Organisationsaufwandes zum ersten Mal Startgelder erhoben. Für die Teilnehmer der Ausfahrt am Sonntag gab es im Ziel, zurück in Radevormwald, eine Verpflegungstüte, die vom Rewe-Markt an der Poststraße gesponsert wurde. „Wir mussten dieses Jahr auf Verpflegungsstationen unterwegs verzichten, aber wollen unsere Teilnehmer trotzdem so gut es geht unterstützen. Möglich ist das nur dank den Sponsoren“, sagte Hartmut Behrensmeier, der für die Teilnehmer auch Medaillen organisiert hatte.