Radevormwald: Radevormwald hat alle Fördermittel für die Schulen abgerufen

Radevormwald: Radevormwald hat alle Fördermittel für die Schulen abgerufen

Um den Zustand der Schulen zu verbessern, hat das Land das Programm "Gute Schule 2020" ins Leben gerufen. Bis Ende 2017 hatten die Kommunen aber nicht mal die Hälfte der verfügbaren Mittel abgerufen. Das war nun Thema im Landtag.

Aus einer Auflistung über den Mittelabruf in den Gemeinden geht hervor, dass angeblich auch Radevormwald nur 100.000 der fast 296.000 Euro abgerufen hat. "Das aber stimmt nicht und ist wohl dem Rechnungsrücklauf geschuldet", erklärt Jürgen Funke, Leiter des Amtes für Schule, Kultur und Sport. Radevormwald habe sehr wohl alle verfügbaren Mittel abgerufen und in verschiedene Maßnahmen investiert. "Wir sind gerade dabei, die Projekte zu verrechnen, was aber beim Land noch nicht gebucht ist", sagt Funke. Hierbei handele es sich um den Umbau der Sekundarschule (Förderung: 100.000 Euro), die ADV-Ausstattung an den Schulen mit Medientechnik (85.000 Euro) und die Decken-Sanierung einer Turnhalle im Schul- und Sportzentrum an der Hermannstraße. Da sich die Umsetzung aus technischen Gründen (Ausschreibung) verzögert hat und in der Kürze der Zeit nicht mehr in den Sommerferien 2017 erfolgen konnte, wird die Maßnahme nun in den großen Ferien 2018 durchgeführt. "Dafür ist es notwendig, die Halle komplett für fünf Wochen zu sperren", kündigt Funke an.

Da die Maßnahmen, für die es Mittel aus dem Programm "Gute Schule 2020" gibt, erst bis November 2018 abgerechnet sein müssen, ist Funke optimistisch, dass die Stadt die zeitlichen Vorgaben auf jeden Fall einhalten kann. "Denn wenn wir Geld vom Land bekommen, müssen wir die Mittel auch einsetzen", sagt er. Aus 2017 blieb ein Rest von knapp 13.000 Euro, den die Stadt im laufenden Jahr noch investieren darf.

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Auch für 2018 hat Rade bereits erneut knapp 300.000 Euro aus dem Programm des Landes beantragt und abgerufen. Hierbei geht es unter anderem um den Ausbau der Sekundarschule (Förderung: 100.000 Euro), eine Bodensanierung im Erdgeschoss der GGS Stadt (40.000 Euro), einen Innenanstrich und einen neuen Fußbodenbelag für die GGS Wupper (15.000 Euro) und einen neuen Asphalt für die Laubengänge am Gymnasium (70.000 Euro). "Auch diese Mittel werden wir komplett verbauen", sagt Funke.

Für 2019 müsste der Rat einen neuen Beschluss fassen, denn Maßnahmen an den Schulen, die förderungswürdig wären, gibt es auch in Zukunft genug. Hierzu zählt die Sanierung der Laubengänge an der GGS Bergerhof und immer wieder der Ausbau der ADV-Ausstattung.

(RP)