1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: Grüne fordern mehr Starkregen-Vorsorge in Karthausen

Neubaugebiet in Radevormwald : Grüne für mehr Starkregen-Vorsorge

Geht es nach dem Willen der Grünen, soll bei der Planung des Neubaugebietes Karthausen verstärkt an Ereignisse gedacht werden, die in Zusammenhang mit Starkregen zu erwarten sind.

Bernd Bornewasser (Bündnis 90/Die Grünen) möchte, dass bei der Planung des Neubaugebietes Karthausen auch an die Starkregen-Vorsorge gedacht wird. Für den Bauausschuss am Mittwoch legte er einen umfangreichen Fragenkatalog vor, der von Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes beantwortet wurde. „Die Versiegelung des Neubaugebietes soll bei 56 Prozent liegen. Die maximale Entwässerungsplanung befindet sich momentan im Vorentwurf, das gilt auch für die Anordnung der Kanäle“, erklärte Ulrich Dippel. Aus Sicht der Grünen ist es wichtig, dass Starkregenereignisse, wie sie sich in diesem Sommer ereignet haben, in die Planung mit einbezogen werden.

Das Regenrückhaltebecken soll zwar größer als gesetzlich nötig und mit einem Sicherheitszuschlag geplant werden, doch das hält Bernd Bornewasser nicht für ausreichend. „Wir haben bei einem Neubaugebiet die einmalige Chance, unsere Erfahrungen umzusetzen und auf die Zukunftsprognosen, nach denen Starkregenereignisse häufiger auftreten werden, einzugehen. Ich wünsche mir mehr Zukunftsvisionen. Besonders für die Bewohner des Gebietes und die angrenzenden Ortschaften“, sagte er.

  • Von der B 229 sieht man
    Neubaugebiet in Radevormwald : Grüne wollen Antworten zur Versiegelung
  • Sie und andere sprechen sich gegen
    Wegen Sorge vor Überflutung nach Starkregen : FDP und FWG lehnen Neubaugebiet in Bedburdyck ab
  • Werner Kalter (v.l.), Jürgen Bartsch, Peter
    Hochwasserschutz in Alpen, Sonsbeck und Rheinberg : Grüne fordern kompaktere Bauweise

Versickerungsmulden sind in dem ersten Bauabschnitt in Karthausen nicht geplant. „Wie das Regenwasser innerhalb des Gebietes genutzt wird, ist nicht Teil der Planung. Die Grundstückeigentümer können natürlich eigene Konzepte entwickeln“, erläuterte Ulrich Dippel.

Er weist zudem darauf hin, dass vorsorgliche Maßnahmen, wie extrem große Regenrückhaltebecken zwar möglich, aber sehr kostenintensiv sind. „Wir müssen auch die Kosten im Auge behalten. Starkregenereignisse, in denen 120 Liter pro Quadratmeter in der Stunde fallen, sind sehr selten“, äußerte sich der Leiter des Technischen Bauamtes zu der Vorlage der Fraktion.