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Radevormwald: Gira hat Standort Dahlienstraße energetisch saniert

Wirtschaft in Radevormwald : Gira saniert Standort energetisch

Gebäude an der Dahlienstraße wurde auf den neuesten Stand gebracht. Das Unternehmen will seine CO2-Emissionen jährlich um 54,2 Tonnen verringern und damit seine Klimabilanz verbessern.

Das Unternehmen Gira hat seinen 1981 bezogenen Sitz an der Dahlienstraße im Industriegebiet Mermbach energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Seinerzeit fanden Geschäftsführung und Verwaltung dort neue Räumlichkeiten in einem viergeschossigen Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von 2.500 Quadratmetern.

„Damals spielten die Energieeffizienz von Gebäuden und nachhaltiges Bauen im Vergleich zu heute eine eher nachgeordnete Rolle. Zudem war mit Blick auf Materialien und Technologien manches noch nicht möglich, was heute Standard im Hochbau ist“, erklärt Thomas Haupt, der bei Gira die Zentrale Instandhaltung leitet und zum firmeneigenen Team „Energiemanagement“ gehört. „Wir haben daher den Umzug der Abteilungen aus unserem ‚80er Gebäude‘ an den neuen Standort in der Röntgenstraße dazu genutzt, es umfassend energetisch zu sanieren.“ Im Rahmen der Sanierung hat Gira insgesamt rund 1700 Quadratmeter Fassadenfläche ertüchtigen lassen. Dazu wurde die alte Fassade komplett entfernt, um eine neue, deutlich besser wärmeisolierende Dämmung aus Mineralfaser anzubringen. Zudem hat der Mittelständler sämtliche 348 Fenster des Gebäudes gegen eine durchgehende Dreifachverglasung ausgetauscht. Das Dach des Bürohauses erhielt eine neue Dämmung.

In der Energiebilanz des Gebäudes machen sich die umgesetzten Maßnahmen deutlich bemerkbar. Auf über 200.000 Kilowattstunden beziffert Thomas Haupt die Einsparungen, die infolge der Sanierung pro Jahr erzielt werden. „Insgesamt unterschreiten wir mit unserem Verbrauch im sanierten Bürohaus die Vorgaben der Bauordnung für die Errichtung eines neuen Gebäudes, wie sie in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt sind“, ergänzt Thomas Haupt. „Zudem verringern wir unsere CO2-Emissionen dadurch um jährlich 54,2 Tonnen und verbessern so unsere Umwelt- und Klimabilanz.“

Die energetische Sanierung des Firmengebäudes hat das Familienunternehmen zugleich dazu genutzt, ihm einen zeitgemäßen Look zu geben, der zur Farbigkeit des neuen Markenauftritts passt: Das ursprüngliche Hellgrau löst seit wenigen Wochen ein modernes, elegantes Dunkelgrau ab. Auch der Innenbereich ist umfassend modernisiert worden und wartet auf seine neuen Nutzerinnen und Nutzer. Momentan steht das Gebäude allerdings weitgehend leer, da alle Gira Büroangestellten infolge der Corona-Pandemie seit Mitte März 2020 vom Homeoffice aus tätig sind.