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Radevormwald: Für Menschen mit Gesprächsbedarf gibt die Aktion "Einfach mal reden"

Aktion in Radevormwald : „Einfach mal reden“ in der Krise

Der Trägerverein „aktiv55plus“, der DRK-Ortsverband Radevormwald, der Seniorenbeirat und die Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde bieten Telefongespräche für Bürgerinnen und Bürger an.

Der Trägerverein „aktiv55plus“ lädt gemeinsam mit dem DRK-Ortsverband Radevormwald, dem Seniorenbeirat und der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zum „Einfach mal reden“ ein.

Unter diesem Titel sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, in dieser Zeit, in der die Menschen sich weniger sehen und zugleich so viel Themen bewegen, einfach einmal mit jemanden am Telefon zu sprechen und Gedanken auszutauschen – ein konkreter Anlass ist dafür nicht notwendig. Natürlich können auch gerne Fragen gestellt und Sorgen mitgeteilt werden. Ein wichtiger Punkt: Der Anrufer beziehungsweise die Anruferin muss keinen Namen nennen und darf gerne anonym bleiben. Auf diese Weise sollen eventuelle Ängste bei den Gesprächspartnern vermieden werden.

„Wir merken, dass es einen unglaublichen Gesprächsbedarf gibt“, berichtet Kyra Springer, die Koordinatorin des Trägervereins, über die bisherigen Erfahrungen. „Manche Menschen haben konkrete Fragen, etwa: ,Darf ich jetzt in der Corona-Krise meine Schwester besuchen?’“ Doch über diese Fragen zu den Corona-Sicherheitsregeln hinaus schütteten viele ihr Herz aus über die Sorgen und Gedanken, die sie in der gegenwärtigen Situation beschäftigen. „Wir konnten nun auch eine Dame für dieses Angebot gewinnen, die Erfahrung aus der Telefonseelsorge hat“, berichtet die Koordinatorin.

Der Trägerverein erwägt, aus diesem Gesprächstelefon ein dauerhaftes Angebot zu machen. Übrigens ist dies nicht nur für Senioren gedacht: Jeder kann gerne anrufen.

Die Gelegenheit dazu bietet sich Montag bis Freitag zwischen 11 und 13 Uhr über die Rufnummer 0152 3432 3650.

(s-g)