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Radevormwald Fünf Jahre Standortlotse für Weitblick

Ehrenamt in Radevormwald : Fünf Jahre Standortlotse für Weitblick

Eine seiner zentralen Aufgaben für Weitblick ist es Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, an die richtigen Vereine und Projekte zu vermitteln.

Horst Kirschsieper ist seit fünf Jahren der Standortlotse der Ehrenamtsinitiative Weitblick in Radevormwald. Für die Initiative des Oberbergischen Kreises hilft er vor Ort, das Ehrenamt zu fördern und geflüchteten Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen.

Bevor Horst Kirschsieper Standortlotse wurde, war er bereits ehrenamtlich aktiv. „Ich habe mich bei aktiv55plus engagiert und war damals gut in Radevormwald vernetzt. Die Fortbildung zum Standortlotsen war die richtige Entscheidung“, sagt er.

Eine seiner zentralen Aufgaben für Weitblick ist es Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, an die richtigen Vereine und Projekte zu vermitteln. Zu Horst Kirschsieper kommen Männer und Frauen, die ihren Weg ins Ehrenamt finden wollen. Das sind nicht nur Senioren. „Ich habe auch schon junge Frauen an ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt. Zusammen finden wir raus, welche Interessen sie haben und in welchem Umfang sie sich engagieren wollen. Einen Platz für Ehrenamtler gibt es immer“, sagt Horst Kirschsieper.

Die Initiative Weitblick ermöglicht Standortlotsen aber nicht nur das Ehrenamt in ihrer eigenen Kommune auszubauen, sondern auch eigene Projekte umzusetzen. Für Horst Kirschsieper ist das zum Beispiel die Radevormwalder Flüchtlingshilfe. „Die Flüchtlingshilfe hat sich aus Menschen gegründet, die helfen wollten, als Radevormwald viele Flüchtlinge aufgenommen hat. Seit 2016 ist der Kreis an Helfern ein Projekt von Weitblick. Mit der Ehrenamtsinitiative im Hintergrund sind wir abgesichert und handlungsfähiger.“

Ein weiteres zentrales Projekt von Weitblick ist der Sozialführerschein, den in Radevormwald bereits viele Jugendliche absolviert haben. Der Sozialführerschein gibt Schülern die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und das Lebensumfeld anderer Menschen in einem kurzen Zeitraum kennenzulernen. Für die Schüler ist der Sozialführerschein außerdem ein erster Schritt, ein neues Berufsfeld kennenzulernen und eine Qualifikation für spätere Bewerbungen zu erhalten.

Horst Kirschsieper möchte diese Arbeit in den kommenden Jahren fortführen. Über das Zertifikat zu fünf Jahren Standortlotse in Radevormwald freut er sich. „Wenn nichts dazwischen kommt, mache ich auch die nächsten fünf Jahre weiter“, sagt er.

Nachdem er in den ersten Jahren seiner Tätigkeit eine offene Sprechstunde im Rathaus angeboten hat, ist er vor einem Jahr in das Büro der Diakonie am Schlossmacherplatz umgezogen. Dort bietet er jeden Freitag von 10 bis 12 Uhr eine Sprechstunde an. „Der neue Standort hat den Vorteil, dass er weniger Barrieren hat und auch schüchterne Menschen spontan vorbeikommen. Allerdings ist seit dem Umzug der Austausch mit der Verwaltung zurückgegangen“, bedauert der Standortlotse.