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Radevormwald: Freiluftkonzert mit hohen Auflagen

Asiatisches Museum in Radevormwald : Freiluftkonzert mit hohen Auflagen

200 Besucher genossen die Musik im Garten für Asiatische Kunst. Wochenlang war die Veranstaltung vorbereitet und der Ablauf des Konzertes mit dem Ordnungsamt abgestimmt.

(trei)  In dem Garten für Asiatische Kunst fand am Sonntag das erste Konzert seit Beginn der Corona-Pandemie statt. Für das Duo „Peanut Butter Jelly Pie“ wurde eine große Bühne mit Blick über den gesamten asiatisch angelegten Außenbereich aufgebaut. Für Li und Peter Hardt und das gesamte Museumsteam war die Umsetzung des Freiluftkonzertes mit viel Arbeit und Organisation verbunden. „Wir haben wochenlang organisiert und den Ablauf des Konzerts mit dem Ordnungsamt abgestimmt. Der Aufwand war enorm“, sagt Li Hardt. Sie begrenzte die Besucherzahl mit 200 Konzerttickets. Normalerweise kommen doppelt so viele Menschen zu den Konzerten des Museums.

Bereits vor dem Eingang des Gartens herrschte Maskenpflicht für alle Konzertbesucher, die während des einstündigen Einlasses 1,5 Meter Abstand zueinander halten mussten. An ihrem Platz angekommen, mussten die Konzertbesucher ihre Kontaktdaten hinterlegen und konnten den Mund- und Nasenschutz absetzen. Auf dem Wegen, zum Beispiel zur Getränke- und Speisenausgabe, musste die Maske getragen werden. „Für uns sind die Auflagen nicht nur mit Zeit, sondern auch mit Kosten verbunden. Wir brauchen Materialien und mehr Personal. Gewinn machen wir mit dem Konzert nicht“, sagt Li Hardt. Sie freut sich darüber, dass alle Besucher eine gute Zeit hatten und das Konzert reibungslos funktioniert hat. Trotzdem wird es unter diesen Bedingungen zunächst kein weiteres Konzert im Museum für Asiatische Kunst geben. „Wir hoffen, dass wir 2021 wieder unser umfangreiches Programm anbieten können.“ In diesem Sommer ist nicht nur die Museumsnacht in Radevormwald ausgefallen, auch das Mondfest, das normalerweise groß von Li Hardt gefeiert wird, findet nicht statt.

Für die Musiker Tim Francis und Bernd Uthoff war der Aufritt in Radevormwald keine Premiere. Das Duo hat bereits in der Vergangenheit in der Ortschaft Sieplenbusch musiziert. Für die Soul- und Jazzmusiker ist es ein gutes Zeichen, dass erste Freiluftkonzerte wieder stattfinden können. „Wir haben es vermisst aufzutreten“, sagt Tim Francis. Das Konzert starteten die Musiker mit Titeln, wie „I say a little prayer“ oder „Nur in meinem Kopf“.

Obwohl es zunächst keine weiteren kulturellen Veranstaltung im Museum für Asiatische Kunst geben wird, läuft der Tagesbetrieb seit einigen Wochen wieder. Das neue Frühstücksangebot, das im Garten stattfindet, wird gut angenommen. Weitere Einnahmen will Li Hardt weiterhin über Hochzeiten oder Geburtstage generieren. „Privatveranstaltungen sind in dieser Krise besonders wichtig für uns. Wir müssen die weggefallenen Veranstaltungen irgendwie kompensieren, aber das wird jeden Monat schwieriger“, sagt sie.